Das europäische Logistiknetzwerk ASTRE ist einer der Hauptsponsoren der „Polar Pod“-Expedition, die ab 2024 die Gewässer am Südpol erforschen soll. Es ist das nächste Projekt des bekannten französischen Polarforschers Jean-Louis Étienne, der unter anderem als erster Mensch den Nordpol allein erreicht hat. Mit der Polar Pod-Forschungsplattform möchte er die Meeresströmungen um die südliche Polkappe untersuchen und dabei unter anderem neue Erkenntnisse über den Klimawandel gewinnen.
(Le Plessis Pâté) Kernstück des Projektes ist der Polar Pod, eine Forschungsplattform, die mit den Meeresströmungen zwei Jahre um den Südpol treiben wird. Sie ist 100 Meter lang und wiegt 1.000 Tonnen. Das Besondere ist die Funktionsweise der Plattform. Diese wird zu ihrem Startort geschleppt, wo sie sich mit Hilfe von Ballasttanks aufrichtet und somit senkrecht im Meer treibt. Dieses Prinzip basiert auf der „FLIP“-Plattform, einem Forschungsschiff der US Navy, das bereits seit den 60er-Jahren mit diesem Verfahren genutzt wird und bisher einzigartig war. Auf diese Weise liegt der Polar Pod selbst bei starkem Wellengang und Sturm stabil im Wasser, während der fehlende Antrieb und die Eintauchtiefe für eine störungsfreie Messung von Geräuschen, Strömungen und anderen Aspekten wichtig ist. Der Bau der Plattform startet im Januar 2022.
Untersuchung des CO2-Austauschs zwischen Luft und Meer
Die Mission wird von Jean-Louis Étienne durchgeführt. Der berühmte französische Polarforscher hat seit den 80er-Jahren mehrere umfangreiche Expeditionen am Nord- und Südpol durchgeführt, mit denen er auf die Wichtigkeit dieser Regionen hinweisen möchte. Das Hauptziel der Polar-Pod-Mission
Verantwortung wahrnehmen
Denis Baudouin, Präsident des ASTRE-Netzwerks, erläutert die Gründe für die Unterstützung des Projektes: „Als größtes europäisches Logistiknetzwerk haben wir auch eine hohe Verantwortung. Es ist uns wichtig, Nachhaltigkeit und Emissionsreduktion zu fördern, weshalb wir innerhalb der ASTRE bereits eine Reihe von verschiedenen Projekten etabliert haben. Die Unterstützung der Polar-Pod-Expedition war für uns daher ein wichtiger Schritt, um die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben. Zudem ist es eine besondere Ehre, als europäisches Netzwerk mit französischen Ursprüngen einen der renommiertesten französischen Polarforscher bei seiner Arbeit zu unterstützen. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse der Expedition und stolz darauf, Teil eines einzigartigen Projektes sein zu können.“
Foto: © Polar Pod