Dubai wird vom 15. bis 17. April der Treffpunkt für die größte jährliche Veranstaltung der internationalen Luftfrachtbranche: das World Cargo Symposium. Mit einem umfänglichen Programm aus Fachveranstaltungen wird das World Trade Centre zur Bühne für Branchenexperten und Entscheidungsträger.
(Dortmund/Dubai) Vor Ort macht die Open Logistics Foundation (OLF) zusammen mit der International Air Transport Association (IATA) auf ein wichtiges Thema aufmerksam: Wie kann die Air-Freight-Branche auch mit begrenzten IT-Kapazitäten den digitalen Wandel meistern? Ihr Ansatz: Open-Source-Lösungen, die neue digitale Standards für alle verfügbar machen. Die Partner wollen eine unabhängige Open-Source-Expertengemeinschaft für den Air-Cargo-Sektor aufbauen.
Dass sich die Luftfrachtbranche mit Open Source befassen muss, steht für OLF-Partner Henk Mulder, Head of Digital Cargo bei der IATA, außer Frage: „Open-Source-Lösungen auf Basis des ONE-Record-Standards der IATA sind unausweichlich für unseren Sektor – speziell Organisationen mit wenig IT-Personal und kaum Entwicklerkapazitäten müssen handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Open Logistics Foundation bringt hier wertvolle Erfahrung ein und konnte bereits großangelegte Open-Source-Projekte im Bereich eCMR, Track & Trace oder Emissions Reporting starten.”
Offene digitale Lösungen für alle – neue Air-Freight-Community
„Die gemeinsame Initiative von Open Logistics Foundation und IATA ist es, eine unabhängige Expertengemeinschaft zu gründen, um in der Luftfrachtbranche neue, offene digitale Lösungen zur Standardisierung und Automatisierung von Frachtprozessen zu schaffen”, erklärt Andreas Nettsträter, CEO der OLF. „Und diese Lösungen sollen alle nutzen können. Daher ist Open Source für uns der Schlüssel zur einer neuen und kreativen Air-Freight-Community.”
Hier geht es auch um multimodale Transporte, die Anbindung an die Straßenlogistik und viele weitere Herausforderungen der Branche. Ihre Kernbotschaft wollen Andreas Nettsträter und OLF-COO Carina Tüllmann mit einem Vortrag am 16. April in Dubai zum Thema „Globale Open-Source-Gemeinschaft für digitale Fracht: Die Bedeutung einer globalen digitalen Cargo-Community und wie sie die Zusammenarbeit und Effizienz der Branche verbessert“ verdeutlichen.
Unterstützung durch Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML)
Unterstützt werden OLF und IATA bei ihrer Initiative vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), einer international führenden Forschungseinrichtung. Das IML entwickelte im Rahmen des Projekts Digital Testbed Air Cargo (DTAC), welches durch das Deutsche Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert wird, federführend die Open-Source-Software NE:ONE. NE:ONE erleichtert den offenen Datenaustausch auf Grundlage des IATA ONE-Record-Standards und wird über das Repository der Open Logistics Foundation öffentlich zur Verfügung gestellt.
Foto: © IATA / Bildlegende: Henk Mulder, Head of Digital Cargo bei IATA