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Rostock Port blickt auf erfolgreiches erstes Halbjahr zurück

von Loginfo24 Redaktion
Der Rostocker Hafen hat sich im ersten Halbjahr 2025 erneut als leistungsstarker Universalhafen behauptet. Insgesamt wurden 16,5 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, davon 15,7 Millionen Tonnen im Überseehafen – ein Zuwachs von 600.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr und nur knapp unter dem Rekordwert von 2023.

(Rostock) „Die Umschlagergebnisse des Überseehafens befinden sich seit drei Jahren auf einem außergewöhnlich hohen Niveau“, betonte ROSTOCK PORT-Geschäftsführer Dr. Gernot Tesch. Auch der Fährpassagierverkehr konnte weiter zulegen und erreichte mit 1,03 Millionen Passagieren ein Plus von 14.000.

Besonders stark zeigte sich erneut das Fähr- und RoRo-Terminal mit 8,4 Millionen Tonnen Güterumschlag – rund 100.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Damit machte dieser Bereich 54 % des Gesamtumschlags aus. Die Zahl der Fähr- und RoRo-Schiffsanläufe lag bei 2.878 und damit leicht über dem Vorjahresniveau. Im rollenden Verkehr wurden 196.100 begleitete Lkw transportiert, ein Plus von knapp 3.000 Einheiten. Unbegleitete Trailer stiegen auf 74.100, was einem Zuwachs von 5 % entspricht. Zudem wurden 10.800 Eisenbahnwaggons (+7 %) und rund 70.000 Neuwagen (+30 %) abgefertigt.

Der kombinierte Verkehr verzeichnete mit 56.500 intermodalen Einheiten ebenfalls einen Aufwärtstrend. Damit kehrt dieser nach zwei schwierigen Jahren zurück auf den Wachstumspfad. Aktuell verkehren wöchentlich 48 KV-Züge zwischen Rostock und Zielen in Deutschland, Italien, Luxemburg, der Slowakei und Rumänien. Auch Frankreich und Spanien sind über Bettembourg angebunden. Eine neue Verbindung nach Karlsruhe erweitert seit Juli 2024 das Angebot. Um der Nachfrage gerecht zu werden, wird die Infrastruktur ausgebaut: Die kranbaren Gleise im Terminal werden bis 2026 auf 680 Meter verlängert.

Steigerung auch im Bereich Massen- und Stückgut

Auch in den Bereichen Massengut und Stückgut konnte der Hafen zulegen: Der Umschlag von Flüssiggütern erreichte vier Millionen Tonnen, darunter drei Millionen Tonnen Rohöl für die PCK-Raffinerie in Schwedt. Beim Schüttgut lag der Gesamtumschlag bei 2,8 Millionen Tonnen, vor allem durch Zuwächse bei Kohle (+330.000 Tonnen) und Raps (+60.000 Tonnen). Der Getreideumschlag ging leicht zurück. Im Stückgutsegment wurden 451.000 Tonnen umgeschlagen – 161.000 Tonnen mehr als im Vorjahreszeitraum, darunter Rohre, Windkraftkomponenten und Krananlagen.

Begleitend zum erfolgreichen Betrieb investiert ROSTOCK PORT umfassend in die Hafeninfrastruktur. Der Neubau der Liegeplätze 33 und 34 mit einer Investitionssumme von knapp 20 Millionen Euro läuft bis 2026. Der Tiefwasserliegeplatz 5 im Ölhafen befindet sich in der Planungsphase und soll ab 2026 realisiert werden. Die bereits laufende Ertüchtigung des Liegeplatzes 3 wurde im Juni abgeschlossen.

Im Rahmen des EU-Projekts „Rail-IT-MoS“ wurden Bahn- und Weichenanlagen modernisiert und eine neue Fahrstuhlanlage für Fährpassagiere in Betrieb genommen. Zudem entsteht westlich der Kaihalle 9a eine zusätzliche asphaltierte Umschlagfläche. Das Nord-Gate wird für automatisierten Lkw-Check-in und -out technisch modernisiert.

Mit dem EU-geförderten EMS-Projekt HARBOUR investieren Rostock und der finnische Hafen Hanko gemeinsam in den Ausbau ihrer Umschlagsinfrastruktur. Für Rostock bedeutet dies insbesondere den Ausbau des KV-Terminals, die Erweiterung der Gleisanlagen und neue Vorstauflächen. Das Projektvolumen von knapp 14 Millionen Euro wird zur Hälfte durch die EU getragen.

Mit gezielten Investitionen den Stellenwert behalten

Parallel dazu arbeitet ROSTOCK PORT mit Politik und Wirtschaft an einer strategischen Flächenvorsorge, um künftige Entwicklungen – etwa im Energiebereich – aktiv gestalten zu können. Durch vorausschauende Planung und gezielte Investitionen stärkt der Hafen seinen Stellenwert als multimodale Drehscheibe im Ostseeraum und Motor für nachhaltigen Güterverkehr.

Foto: © Rostock Port

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