
14. GLA Konferenz vereint 2000 Logistikunternehmen in Shenzhen
19.05.2026 um 15:33 UhrAm 5. Mai 2026 fand eine Informationsveranstaltung zum Bau des neuen Umschlagterminals am Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg statt. Rund 60 Teilnehmende informierten sich über den Fortschritt des Projekts und diskutierten die zukünftige Rolle des Terminals im Kombinierten Verkehr (KV).
Die Deutsche Bahn InfraGO, die für den Bau verantwortlich ist, verfolgt mit dem neuen Terminal das Ziel, das GVZ zu einem leistungsfähigen Logistikstandort auszubauen und den Güterverkehr verstärkt auf die Schiene zu verlagern. Geplant ist, jährlich etwa 62.000 Ladeeinheiten umschlagen zu können, mit der Möglichkeit, diese Kapazität auf über 100.000 Ladeeinheiten zu erhöhen.
GVZ Augsburg als zentraler Logistikstandort
In den letzten Jahren hat sich das GVZ Region Augsburg zu einem der bedeutendsten Logistikstandorte in Süddeutschland entwickelt. Die verkehrsgünstige Lage an der A8 sowie den Bundesstraßen B2 und B17 und die direkte Anbindung an das Schienennetz bieten optimale Voraussetzungen für den Kombinierten Verkehr. Das neue Terminal wird den bisherigen Standort in Augsburg-Oberhausen ersetzen und zusätzliche Kapazitäten für die wachsende Wirtschaftsregion schaffen.
Die Anbindung des neuen Terminals wird durch ein neues Zuführgleis an den Rangierbahnhof Augsburg verbessert, während die straßenseitige Verbindung zu B17 und A8 einen effektiven Knotenpunkt zwischen Straße und Schiene schafft. Der Betrieb des Terminals ist nach aktuellem Stand für Mitte 2027 vorgesehen.
Potenziale für die Region und die Branche
Die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) mbH wird künftig das Terminal betreiben und sieht großes Potenzial für den Standort. Andreas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung, äußerte: „Mit Augsburg-Gersthofen nehmen wir ein neues Terminal für den Kombinierten Verkehr mit teilautomatisierten Betriebsabläufen in Betrieb und schließen damit eine Lücke zwischen unseren Standorten in Ulm und München-Riem.“
Die Industrie- und Handelskammer Schwaben betrachtet das Projekt ebenfalls als wichtigen Schritt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region. Dr. Kristin Wirth, Mobility Consultant der IHK Schwaben, betonte die Bedeutung des neuen Umschlagbahnhofs für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Bayerisch-Schwaben.
In einer Podiumsdiskussion wurde die hohe Nachfrage nach dem neuen KV-Terminal hervorgehoben. Ruby van der Sluis, Geschäftsführerin der LOKOMOTION Gesellschaft für Schienentraktion mbH, wies auf die Notwendigkeit ausreichender Trassenkapazitäten hin, um die Marktchancen optimal zu nutzen.
Ferdinand Kloiber, Geschäftsführer der Kloiber GmbH, betonte, dass das neue Terminal eine bestehende Lücke im intermodalen Netzwerk schließen wird, was zu effizienteren und umweltfreundlicheren Transporten führt. Christian Süß, Head of Region South bei TFG Transfracht GmbH, äußerte sich positiv über die Entwicklung des Standorts im Hafenhinterlandverkehr.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass das KV-Terminal im GVZ Augsburg auf großes Interesse stößt und zahlreiche Unternehmen konkrete Verbesserungen erwarten. Ralf Schmidtmann, Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH, zog ein positives Fazit und hob die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit hervor.
Die Veranstaltung wurde von der DUSS mbH, Kloiber GmbH, DSV Solutions GmbH und Spedition Ansorge GmbH & CO. KG unterstützt. Das Projektteam der DB InfraGO AG organisierte zudem eine Baustellenführung, um den Teilnehmenden Einblicke in den aktuellen Baufortschritt zu geben.





