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01.06.2026 um 12:18 UhrDie Norm ISO 14083 zur einheitlichen Bilanzierung von Treibhausgasemissionen im Transportsektor wurde im Jahr 2023 veröffentlicht. Online Systemlogistik (OSL) hat das zugehörige Verifizierungsverfahren erfolgreich durchlaufen und kann nun die Konformität mit dieser neuen Norm nachweisen. Laut Marcella Rennecke, Projektleitung für Nachhaltigkeit bei OSL, ist das Unternehmen die erste Stückgutkooperation in Deutschland, die sich dieser Überprüfung unterzogen hat. Die offizielle Urkunde wurde am 30. April ausgestellt.
Neue Maßstäbe in der Emissionsmessung
Die ISO 14083 ersetzt die DIN EN ISO 16258 aus dem Jahr 2013 und erweitert den Anwendungsbereich auf multimodale, globale Transportketten. Im Gegensatz zur Vorgängerversion berücksichtigt die neue Norm nicht nur die Emissionen aller Verkehrsträger, sondern auch die Emissionen an den HUBs. Dabei werden Reduzierungen aus dem Treibhausgas-Emissionshandel nicht einbezogen.
Um die Emissionen aller OSL-Partner gemäß der ISO 14083 zu berechnen und auszuwerten, nutzt das Unternehmen die Nachhaltigkeitsmanagement-Plattform von pacemaker.ai. Diese Plattform ermöglicht eine normgerechte Erfassung und Auswertung der Emissionen, die für die Verifizierung durch ein neutrales Prüfunternehmen erforderlich sind.
Das Verifizierungsverfahren von OSL basiert auf realen, gesammelten Daten. Ab Anfang 2025 wird OSL sämtliche Emissionsdaten aller Partner und Sendungen, die im Stückgutnetz über die HUB-Verkehre transportiert werden, auf der Plattform von pacemaker.ai zur Auswertung bereitstellen. Ein unabhängiges Prüfunternehmen hat im Zeitraum vom 1. bis 31. Oktober 2025 die Daten von zehn OSL-Partnern überprüft. Dabei wurde kontrolliert, ob die erfassten Daten mit den übermittelten Daten übereinstimmen. Das Ergebnis zeigt, dass alle Anforderungen der neuen Norm erfüllt werden.
Transparente Datenerfassung
OSL legt großen Wert auf die Verwendung echter Daten anstelle von Durchschnittswerten. Um die Treibhausgasemissionen auf Sendungsebene präzise zu berechnen, wurden die Stammdaten aller Fahrzeuge der Partner erfasst. Dazu gehören Fahrzeugtyp, zulässiges Gesamtgewicht und eingesetzter Kraftstoff, wie Benzin, CNG, Diesel, LNG/Bio-LNG sowie Strom/Öko-Strom. Diese Daten werden auf der Plattform von pacemaker.ai hinterlegt und umfassen alle Hauptläufe zwischen den 101 OSL-Partnern und dem Zentral-HUB in Schlitz sowie zwischen den Partnern und den Regional-HUBs. Auch die CO2-Emissionen an den HUBs werden erfasst, einschließlich des Verbrauchs der Fahrzeuge und der verschiedenen HUB-Tätigkeiten.
Zukünftige Entwicklungen
Das Verifizierungsverfahren nach ISO 14083 soll künftig jährlich durchgeführt werden. Im nächsten Jahr ist geplant, auch die Emissionen der Vor- und Nachläufe sowie der HUB-Gebäude in das Verfahren einzubeziehen. Diese Aspekte wurden aus organisatorischen Gründen zunächst nicht berücksichtigt. Die auf echten und regelmäßig aktualisierten Fahrzeug- und Kraftstoffdaten basierende Emissionserfassung ermöglicht es allen OSL-Partnern, Vergleichsgrößen zu nutzen. Diese Daten dienen als Ausgangspunkt, um den Verbrauch fossiler Kraftstoffe und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen im gesamten OSL-Netz zu reduzieren. Zusätzlich haben alle Partnerunternehmen die Möglichkeit, das Tool von pacemaker.ai für ihre eigene Emissionsmessung und Nachhaltigkeitsberichterstattung zu verwenden.





