
Kellner & Kunz automatisiert Logistik in Wels mit Infios
23.06.2026 um 11:41 UhrIm Forschungsprojekt „Transportation in Charge“ hat das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Wissenschaft und Industrie Werkzeuge zur wirtschaftlichen und technischen Bewertung von Ladeinfrastruktur für elektrische Lkw (E-Lkw) in Gewerbegebieten und Güterverkehrszentren entwickelt. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Entwicklung von Softwaretools durch die PSI Software SE, die eine Integration von Transportlogistik und Lademanagement ermöglichen.
Feldtest zur Praxistauglichkeit
Im Rahmen eines Feldtests wurde die Praxistauglichkeit von rund 210 verfügbaren E-Lkw sowie der entsprechenden Ladeinfrastruktur für unterschiedliche Logistikaufgaben untersucht. Ziel des Tests war es, die Ladeinfrastruktur in Gewerbegebieten so zu gestalten, dass lokale Unternehmen eine kosteneffiziente und bedarfsgerechte Lademöglichkeit für E-Lkw gemeinsam nutzen können. Dabei wurde auch der langfristige Energiebedarf analysiert, der sich aus der Umstellung der Flotten in den Gewerbegebieten ergibt. Diese Analyse soll eine verbesserte Planung der Netzkapazitäten ermöglichen.
Die PSI Software SE hat als Softwarepartner eine technische Gesamtlösung entwickelt, die Transportlogistik und Lademanagement koppelt. Hierfür wurde eine cloudbasierte Plattform geschaffen, die den Austausch planungsrelevanter Echtzeitdaten ermöglicht. Diese Plattform erlaubt es, Lade- und Transportplanung anhand aktueller Informationen aus Fahrzeugtelematik, Verkehr, Wetter, Ladepunkten und Stellflächen sowie verfügbaren Ladekapazitäten optimal aufeinander abzustimmen. Zusätzlich wurde ein Cloud-Demonstrator auf Basis des Transportmanagementsystems PSItms und eines CCTV-Moduls zur Bilddatenanalyse entwickelt.
Erkenntnisse zur Elektromobilität im Güterverkehr
Die Ergebnisse der Studie liefern wichtige neue Erkenntnisse über das Potenzial von Elektromobilität im Güterverkehr. Es wurde festgestellt, dass der Betrieb von E-Lkw-Flotten trotz bestehender Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Ladeinfrastruktur und Anschaffungskosten, bereits heute erfolgreich möglich ist.
Das dreijährige Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert wurde, wurde im Juni 2026 erfolgreich abgeschlossen. Neben dem Fraunhofer IFAM waren auch mehrere Institute der RWTH Aachen University sowie die Praxispartner PSI Software SE, Behrens-Wöhlk GmbH & Co. KG und Rhenus Home Delivery GmbH an dem Projekt beteiligt.




