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28.04.2026 um 12:31 UhrTransportunternehmen in der EU können künftig ihre Treibhausgasemissionen einfacher vergleichen, nachdem neue Regelungen von den EU-Regierungen im Februar bestätigt wurden. Diese Änderungen sollen sowohl Verbrauchern als auch Unternehmen helfen, informierte Entscheidungen zu treffen und das Risiko von Greenwashing zu verringern.
Freiwillige Emissionsberechnung
Transportunternehmen sind nicht verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu berechnen. Entscheiden sie sich jedoch dazu, beispielsweise für Berichterstattung, vertragliche Zwecke oder Marketing, müssen sie eine einheitliche EU-Methodik anwenden. Diese Methodik erfasst die Emissionen, die während des Transports durch den Fahrzeugbetrieb und die Energieversorgung entstehen. Um die Genauigkeit zu erhöhen, legen die EU-Regeln den Schwerpunkt auf die Verwendung von Primärdaten anstelle von Schätzungen oder Standardwerten. Zudem werden Anreize für Betreiber geschaffen, die ihre Emissionen direkt messen.
Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen
Um die administrativen und finanziellen Belastungen für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zu reduzieren, haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP) von der Kommission die Entwicklung eines öffentlichen, einfachen und kostenlosen Berechnungstools gefordert, das mit einer Anleitung versehen ist. Die Kommission hat dafür vier Jahre Zeit.
Lebenszyklus-Emissionen im Blick
Die einheitliche Methodik wird zunächst nicht die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus von Transportdienstleistungen abdecken. Die Abgeordneten haben jedoch sichergestellt, dass die Kommission innerhalb von vier Jahren nach Inkrafttreten der neuen Regeln die Möglichkeit prüfen wird, die EU-Methodik auf Lebenszyklus-Emissionen auszuweiten. Dazu gehören Emissionen aus der Fahrzeugproduktion, Energieerzeugung, Wartung, Nutzung und dem Ende der Lebensdauer, sobald ausreichende Daten und internationale Fortschritte vorliegen. Diese Bewertung wird zukünftige Aktualisierungen der Regeln leiten.
Stimmen aus dem Parlament
Norbert Lins, Berichterstatter des Verkehrsausschusses, erklärte: „Die neuen Regeln werden es Unternehmen erleichtern, ihre Treibhausgasemissionen genau zu berichten. Sie beinhalten spezielle Anreize für kleine und mittlere Unternehmen, die ISO-Standards anzuwenden, ohne von übermäßigen administrativen Aufgaben belastet zu werden. KMU erhalten zudem Zugang zu einem kostenlosen Berechnungstool, was es ihnen erleichtert, zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beizutragen. Darüber hinaus bleibt die Lebenszyklusanalyse in naher Zukunft auf der Agenda, was fortlaufende Fortschritte in diesem Bereich signalisiert.“
Pierfrancesco Maran, Vorsitzender des Umweltausschusses, betonte: „Obwohl die neuen Regeln Transportunternehmen nicht verpflichten, ihre Emissionen zu berechnen, werden diejenigen, die dies tun – sei es für Berichterstattung, vertragliche Zwecke oder gesetzliche Anforderungen – nun eine einheitliche Methodik verwenden, die auf einem globalen Standard basiert. KMU können auf ein kostenloses Berechnungstool zurückgreifen, und erstmals haben Verbraucher Zugang zu transparenten und zuverlässigen Informationen, unabhängig davon, wie sie reisen oder Waren kaufen. Die neuen Regeln sind ein Gewinn für Unternehmen, Verbraucher und das Klima.“
Nächste Schritte
Die neuen Regelungen treten am 20. Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Mit einigen Ausnahmen werden sie viereinhalb Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung Anwendung finden.





