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01.07.2026 um 11:59 UhrFraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die IGEPA group haben eine strategische Partnerschaft ins Leben gerufen, um die Abläufe im Versandhandel zu optimieren. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die KI-gestützte Software CASTN (Carton Set Optimization), die von der IGEPA group als erster Drittanbieter in Deutschland und Europa angeboten wird.
Der Versandhandel sieht sich zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert, darunter überdimensionierte Kartons, überflüssiges Füllmaterial und steigende Versandkosten. Diese Faktoren belasten sowohl die Umwelt als auch die Budgets der Unternehmen. Zudem verpflichtet die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die ab 2030 in Kraft tritt, zu einer maximalen Leerraumquote von 50 Prozent in Kartons. Die Software CASTN bietet eine Lösung, indem sie Unternehmen dabei unterstützt, ein geeignetes Standardkartonset zu finden. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Kartongrößen eine maximale Volumenauslastung zu erreichen, was zu einer Reduzierung von Überverpackung, Materialeinsatz und Kosten führt. Gleichzeitig ermöglicht CASTN eine transparente Basis zur Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Optimierung der Verpackungsstrategie
Bernd Loschelder, Geschäftsbereichsleiter PACKAGING bei der IGEPA group, erläutert: „Mit CASTN stellen wir unseren Kunden erstmals eine intelligente Lösung zur Verfügung, mit der sie ihre Verpackungsstrategie gezielt auf Effizienz und Nachhaltigkeit ausrichten können.“ Er betont, dass das Ziel darin besteht, den Kunden eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Auswahl von Verpackungen zu bieten und sie bei der Anpassung an neue regulatorische Anforderungen zu unterstützen. Die Kombination aus datenbasierten Analysen und langjähriger Verpackungsexpertise soll Unternehmen von der Strategie bis zur praktischen Umsetzung begleiten.
Das Fraunhofer IML hat CASTN über einen Zeitraum von vier Jahren entwickelt, um den Einsatz überdimensionierter Kartons zu beenden und den Übergang zu nachhaltigen Versandprozessen aktiv zu gestalten. Lukas Lehmann, Projektleiter am Fraunhofer IML, hebt hervor: „Mit der IGEPA group gewinnen wir einen starken Partner mit umfassender Marktkenntnis und direktem Zugang zu Unternehmen.“ Er sieht die Kooperation als wichtigen Schritt, um CASTN einer breiteren Anwendergruppe zugänglich zu machen.
Die IGEPA group übernimmt eine Vorreiterrolle, indem sie die Software in ihr Leistungsportfolio integriert und ihre Kunden vom ersten Analysegespräch bis zur Lieferung passgenauer Verpackungen unterstützt. Diese Zusammenarbeit stellt einen Paradigmenwechsel dar: Anstatt willkürlich Kartons zu beschaffen, analysieren die IGEPA group und das Fraunhofer IML gemeinsam den tatsächlichen Verpackungsbedarf ihrer Kunden, um Transparenz und Planbarkeit im Versandprozess zu schaffen.
Nach dem Produkt-Launch im Februar 2026 wird CASTN voraussichtlich im Markt Fuß fassen und zeigt bereits Interesse in der Logistik- und Handelsbranche. Die Software findet Anklang bei Logistikdienstleistern, Onlinehändlern sowie Anbietern von Förder- und Lagertechnik und Verpackungsmaschinen. Durch die frühzeitige Analyse des Bedarfs an Kartongrößen können Unternehmen ihre Förderanlagen und Verpackungsmaschinen gezielt auf das optimale Standardkartonset ausrichten, was zu Kosteneinsparungen und einer verbesserten Nachhaltigkeitsbilanz führt. Zudem wird eine solide Grundlage für die Einhaltung zukünftiger regulatorischer Anforderungen geschaffen.
Weitere Informationen zur Software sind unter www.castn.de verfügbar.


