
EPG als Leading Challenger im neuen Gartner® Magic Quadrant™
05.05.2026 um 11:30 Uhr
Shippeo übernimmt Logward
05.05.2026 um 13:51 UhrSimulation und Emulation sind zentrale digitale Methoden in der modernen Intralogistik, die entscheidend zur Planungssicherheit und zur Verkürzung von Projektlaufzeiten beitragen. Diese Technologien sind besonders wichtig, da einfache Berechnungen oft nicht ausreichen, um komplexe Lagerlösungen wirtschaftlich zu gestalten. Anpassungen während des Aufbaus eines Warenlagers können mit hohen Kosten und Verzögerungen verbunden sein.
Effektive Planung durch digitale Modelle
Simulations- und Emulationsmodelle bieten Lagerbetreibern die Möglichkeit, verschiedene Lagerkonzepte, Prozesse und Szenarien virtuell zu testen und zu vergleichen. Dies ermöglicht fundierte Entscheidungen über die beste Lagerlösung und beschleunigt die Inbetriebnahme. In der Planungsphase kommt die Simulation als zentrales Werkzeug zum Einsatz. Materialflusssimulationen werden sowohl in Form generischer Modelle für frühe Konzeptvalidierungen als auch als detaillierte Modelle für präzise Layoutanalysen verwendet. Der Fokus liegt dabei auf kritischen Szenarien, um Engpässe frühzeitig zu identifizieren und die Layout- sowie Softwarestrategien entsprechend anzupassen.
Ein grundlegender Schritt in jedem Projekt ist die präzise Analyse der logistischen Anforderungen der Kunden. Hierbei werden Artikelstamm- und Auftragsdaten geprüft und Kennzahlen für den Materialfluss sowie die Auslegung der Lagerbereiche berechnet. Die prognostizierte Geschäftsentwicklung fließt ebenfalls in diese Analyse ein. Die Ergebnisse werden über die grafische Plattform „LogiVision“ interaktiv visualisiert, was einen einheitlichen Informationsstand schafft und transparente Entscheidungen ermöglicht.
Von der Planung zur Realisierung
Die Erkenntnisse aus der Datenanalyse werden in ein Layout überführt, auf dessen Grundlage Simulationsmodelle erstellt werden. Diese Modelle können generisch für schnelle Konzeptprüfungen oder detailliert für exakte Analysen sein. Mit der von SSI Schäfer entwickelten Concept Simulation Lösung werden Wechselwirkungen zwischen Lagerbereichen über mehrere Monate hinweg beobachtet. Dies ermöglicht eine frühzeitige Bewertung der Dimensionierung der Lagerbereiche unter Berücksichtigung konkreter Nachschubstrategien.
Die Emulation hingegen wird in der Realisierungsphase eingesetzt. Hierbei werden die reale WAMAS Warehouse Management System (WMS) und WAMAS Material Flow System (MFS) Software gegen eine emulierte Anlage getestet. Da die Simulation bereits WAMAS Strategien berücksichtigt, erfolgt der Übergang zur Emulation reibungslos. Artikelstamm-, Auftrags- und initiale Lagerbestandsdaten aus der Simulation werden in die Emulation übernommen.
Durch diese Vorgehensweise wird die Planungsdatenbasis direkt in die Realisierung überführt, um die WAMAS Strategien gezielt auf die Anforderungen der Kunden auszurichten. Während des Hochlaufs der Anlage werden fortlaufend neue Kundendaten aus dem ERP-System integriert.
Die frühzeitigen Software-End-to-End-Tests, die vom Wareneingang bis zum Warenausgang reichen, reduzieren Integrationsrisiken und sichern die Funktionalität der Anlagen. Dies ermöglicht eine schnelle Inbetriebnahme mit möglichst wenigen Iterationsschleifen und trägt zur Qualität des Projekts sowie zur Einhaltung von Terminen bei.





