
Jungheinrich eröffnet Regional Distribution Center in Mailand
17.04.2026 um 11:55 UhrMit einer feierlichen Grundsteinlegung hat Prologis den Bau einer neuen Logistikanlage in Herne gestartet. Die Anlage wird aus zwei Gebäuden bestehen, die zusammen eine Fläche von etwa 20.500 Quadratmetern umfassen. Das Projekt entsteht auf einer 36.400 Quadratmeter großen Industriebrache, die seit 2020 ungenutzt ist, und soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden. An der Zeremonie nahmen neben Vertretern von Prologis auch der Oberbürgermeister von Herne, Dr. Frank Dudda, sowie Mitglieder der Herner Wirtschaftsförderung teil.
Wirtschaftliche Nutzung brachliegender Flächen
In gut angebundenen Lagen sind Gewerbe- und Industrieflächen rar. Mit dem neuen Projekt in Herne will Prologis eine ungenutzte Fläche wieder einer wirtschaftlichen Nutzung zuführen und neue Kapazitäten in einem gefragten Markt schaffen. Moderne Logistikflächen sind entscheidend für funktionierende Lieferketten und die Versorgung von Unternehmen sowie Haushalten.
Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda äußerte sich positiv über das Vorhaben: „Mit der Investition von Prologis entsteht auf einer traditionellen, jedoch seit Jahren brachliegenden Gewerbefläche ein modernes Logistikzentrum. Das ist ein weiterer wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort Herne.“ Er betonte, dass die neue Logistikfläche zur Stabilität von Lieferketten beitrage und die Versorgung der Bevölkerung unterstütze.
Nachhaltigkeitsstandards im Fokus
Das Projekt in Herne wird unter Berücksichtigung hoher ökologischer Standards und des Wohlbefindens der Mitarbeiter konzipiert. Prologis strebt für die Gebäude die Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Diese Zertifizierung basiert auf der energieeffizienten Nutzung der Gebäude, der Reduzierung des sogenannten Embodied Carbon sowie der Anwendung von Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.
Zur Verringerung der materialbedingten Emissionen kommen unter anderem Stahl mit reduziertem CO₂-Fußabdruck und CO₂-reduzierter Beton zum Einsatz. Zudem sind ein Gründach und eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 MW Teil des Energiekonzepts, die den Zugang zu erneuerbarer Energie ermöglichen und die Energiekosten für zukünftige Nutzer senken sollen. Prologis plant außerdem die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Die beiden Gebäude sind flexibel nutzbar und können sowohl für Multi-User-Konzepte als auch für maßgeschneiderte Lösungen verwendet werden. Prologis führt bereits Gespräche mit potenziellen Kunden für die Flächen.
Attraktive Lage im Ruhrgebiet
Der Standort in Herne ist strategisch günstig gelegen, mit direkter Anbindung an die Autobahn A2, die von den Niederlanden bis nach Osteuropa verläuft. Der Flughafen Dortmund ist etwa 35 Kilometer entfernt. Das Ruhrgebiet, mit rund 5,1 Millionen Einwohnern, zählt zu den gefragten Logistikmärkten Deutschlands, wo die Nachfrage nach modernen Logistikflächen hoch bleibt.
René Faber, Director Capital Deployment bei Prologis, erklärte: „In gut angebundenen Lagen des Ruhrgebiets sind verfügbare Flächen knapp. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach modernen Logistikflächen hoch – insbesondere dort, wo Unternehmen nah an Kunden, Arbeitskräften und Verkehrsachsen sein müssen.“ Mit dem Projekt in Herne wird eine brachliegende Industriefläche revitalisiert, die für Unternehmen aus verschiedenen Branchen von Interesse ist.
Prologis ist im Ruhrgebiet bereits mit mehreren Projekten und Immobilien vertreten, darunter Standorte in Dortmund, Herten, Herne, Bottrop und Datteln. Mit dem neuen Projekt in Herne erweitert das Unternehmen seine Präsenz in der Region. In Dortmund wird zudem ein 278.000 Quadratmeter großes Brownfield in einen urbanen Logistik- und Gewerbepark umgewandelt.




