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03.07.2026 um 12:30 UhrInternetstörungen, Stromausfälle oder Probleme mit Software-Updates können für Unternehmen in Deutschland erhebliche Folgen haben. Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass fast die Hälfte der befragten Unternehmen (46 Prozent) im Falle eines Cloud-Ausfalls gezwungen wäre, den Geschäftsbetrieb einzustellen. Neun Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie im Moment eines Ausfalls nicht mehr weiterarbeiten könnten. Die Umfrage, an der 603 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten teilnahmen, ergab zudem, dass 2 Prozent der Befragten erwarten, 6 bis 11 Stunden ohne Cloud-Dienste auszukommen, während 4 Prozent 12 bis 24 Stunden und 10 Prozent 24 bis 48 Stunden angeben. Ein Fünftel (21 Prozent) der Unternehmen rechnet sogar mit einer Ausfallzeit von mehr als 48 Stunden.
Ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) wäre von einem Cloud-Ausfall nicht so stark betroffen, dass sie ihren Betrieb einstellen müssten. 14 Prozent der Befragten nutzen keine Cloud-Dienste, während 16 Prozent keine Angaben dazu machen wollten oder konnten. Im Durchschnitt schätzen die Cloud-Nutzer, dass sie rund drei Tage (78 Stunden) ohne Cloud-Dienste weiterarbeiten könnten.
Cloud-Dienste als unverzichtbare Infrastruktur
„Eine funktionsfähige Cloud ist für Unternehmen so wichtig wie stabile Stromversorgung und Zugang zum Internet. Büro-Software, Kommunikation, Datenbanken oder auch KI-Lösungen sind bei einer Cloud-Störung nicht verfügbar, dabei sind sie unverzichtbar für den Geschäftsbetrieb vieler Unternehmen“, erklärt Dr. Ralf Wintergerst, Präsident von Bitkom. Er betont, dass die Nutzung von Cloud-Diensten oft sicherer und stabiler sei als der Betrieb eigener Server. Daher sei es entscheidend, die Cloud in ein umfassendes Sicherheitskonzept für Unternehmen zu integrieren.
Die Umfrage zeigt auch, dass 28 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen, in den letzten zwölf Monaten bereits gravierende Ausfälle erlebt haben. Um die Auswirkungen solcher Störungen zu minimieren, haben viele Unternehmen verschiedene Maßnahmen ergriffen. So verfügen 82 Prozent der Befragten über Notfall- und Wiederanlaufpläne. 75 Prozent haben wichtige Daten außerhalb der Cloud gesichert, während 69 Prozent die Cloud-Dienste selbst überwachen, um schnell reagieren zu können. Zudem haben 68 Prozent vertragliche Vereinbarungen mit ihren Cloud-Anbietern getroffen, und 66 Prozent sind in der Lage, einen Notbetrieb mit lokalen Lösungen zu starten.
Darüber hinaus haben 59 Prozent der Unternehmen ihre Anwendungen auf unterschiedliche Systeme verteilt, 35 Prozent setzen auf redundante Systeme, und 8 Prozent nutzen einen zweiten Cloud-Anbieter als zusätzliche Maßnahme, um sich vor möglichen Ausfällen zu schützen.



