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20.05.2026 um 14:07 UhrDie Gründung von Karl Gross im Jahr 1876 markiert den Beginn einer langen Unternehmensgeschichte, die sich über 150 Jahre erstreckt. Am 15. Mai 2026 hat das norddeutsche Unternehmen, das seinen Ursprung im Holzhandel an der Weser hat, dieses Jubiläum gefeiert. Heute hat sich Karl Gross zu einem global agierenden Logistikdienstleister entwickelt, der Transporte über alle Verkehrsträger organisiert, mit einem besonderen Fokus auf Projekt- und Schwergutladungen über den Seeweg.
Von den Anfängen bis zur globalen Expansion
Die Zentrale von Karl Gross befindet sich in Bremen, in der Nähe des historischen Hafens. Ursprünglich in Brake gegründet, erweiterte das Unternehmen 1897 seine Aktivitäten nach Bremen und Bremerhaven. Im Laufe der Jahre kamen weitere Standorte in Deutschland sowie internationale Niederlassungen in den Niederlanden, China, den USA und Vietnam hinzu. Diese Expansion spiegelt sich auch in den erweiterten Transportaktivitäten wider, die neben dem Holzhandel auch die Spedition, das Reedereigeschäft und die Schiffsmaklerei umfassen.
Martin Kollmann (links), Geschäftsführer seit 2010, hebt hervor, dass die Flexibilität des Unternehmens, sich an wirtschaftliche Veränderungen anzupassen, ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist. Steffen W. Fulst (rechts), der seit 2006 im Unternehmen tätig ist, ergänzt, dass die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, wie beispielsweise im Bereich erneuerbare Energien, von grosser Bedeutung ist.
Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung
Die Unternehmenskultur bei Karl Gross wird durch langjährige Betriebszugehörigkeiten geprägt. Derzeit sind rund 250 Mitarbeiter im Unternehmen tätig, viele von ihnen seit mehreren Jahren. Die Geschäftsführung betont die Bedeutung von Teamarbeit und Loyalität, die auch auf den internationalen Managementpositionen sichtbar ist. Die Förderung der Mitarbeiter, insbesondere in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ist ein weiterer Aspekt der Unternehmensphilosophie.
Die Umstrukturierung zu „Karl Gross Deutschland“ zwischen 2023 und 2025 hat die Effizienz in der Kundenkommunikation erhöht. Die Bildung dezentraler Teams ermöglicht eine fachliche Einheit, die standortübergreifend agiert. Diese Veränderungen sind Teil einer kontinuierlichen Anpassung an die Marktbedingungen.
Engagement im Bereich erneuerbare Energien
Ein Beispiel für die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens ist der Einstieg in den Bereich erneuerbare Energien. Karl Gross hat ein Gefahrgutlager für Lithium-Ionen-Batterien in Europa eingerichtet und die niederländische DVR-Gruppe übernommen, um dieses Geschäftsfeld auszubauen. Der Umsatz aus diesem Bereich macht mittlerweile ca. 7% des Gesamtumsatzes aus.
Die Transportaktivitäten des Unternehmens sind vielfältig: Rund die Hälfte des Umsatzes entfällt auf klassische Containerverladungen, während die andere Hälfte aus Projekt- und Schwergutladungen besteht. Die Bremischen Häfen, insbesondere Bremerhaven und der Neustädter Hafen, spielen eine zentrale Rolle in den Logistikprozessen.
Insgesamt zeigt die Geschichte von Karl Gross, wie sich ein Unternehmen über 150 Jahre hinweg entwickeln und anpassen kann, während es gleichzeitig seine Wurzeln in der Region bewahrt. Die Verbindung von Tradition und Innovation bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie.



