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11.06.2026 um 12:22 UhrAm 10. Juni 2026 besuchten der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) und König Willem-Alexander von den Niederlanden (r.) den Hafen von Rotterdam. Dieser Besuch war Teil des Staatsbesuchs des Bundespräsidenten, der vom 9. bis 11. Juni stattfand.
Besuch des CO₂-Transportprojekts
Die beiden Staatsoberhäupter begaben sich zunächst zum Porthos-Projekt, das sich mit dem Transport und der Speicherung von CO₂ beschäftigt. Bei einer Führung über die Baustelle erhielten sie Einblicke in die Kompressorstation, in der Kompressoren des Herstellers Everllence das aus den Unternehmen im Hafen gewonnene CO₂ für den Transport in leere Gasfelder unter dem Meeresboden aufbereiten. Diese befinden sich etwa 20 km vor der Küste. Vom Dach des Hauptgebäudes aus konnten sie die CO₂-Injektionsplattform in dieser Entfernung sehen.
Im Anschluss besuchten Steinmeier und Willem-Alexander das Portlantis, ein Erlebniszentrum des Hafens. Dort sprach Boudewijn Siemons (M.), CEO der Hafenbehörde Rotterdam, über die Bedeutung des Hafens für die deutsche Wirtschaft sowie über den ARRRA-Cluster (Antwerp-Rotterdam-Rhein-Ruhr-Gebiet). Markus Bangen, CEO des grössten Binnenhafens der Welt in Duisburg, nahm ebenfalls an der Diskussion teil. Ministerin Stientje van Veldhoven für Klima und Grünes Wachstum thematisierte in einer anschliessenden Diskussion den CO₂-Transport und die Speicherung in den Niederlanden, unterstützt von wichtigen Akteuren in diesem Bereich, darunter Aramis, OGE, Gasunie, EBN, Shell und Air Liquide.
Bootstour durch einen für Deutschland wichtigen Hafen
Nach den Besuchen an Land stiegen die beiden Staatsoberhäupter in ein Boot, um eine Rundfahrt durch den Hafen zu unternehmen. Dabei passierten sie die Anlagen von APM, SIF und Neste und führten Gespräche mit den CEOs dieser Unternehmen, die Verbindungen nach Deutschland haben. Bürgermeisterin Carola Schouten und der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius diskutierten mit dem CEO der Hafenbehörde Rotterdam sowie Vertretern des niederländischen Verteidigungsministeriums über die Rolle der Häfen in der militärischen Mobilität und Resilienz Europas.
Boudewijn Siemons äusserte sich zu dem Besuch: „Wir sind stolz darauf, die Staatsoberhäupter von Deutschland und den Niederlanden empfangen zu haben, um über die Entwicklung des Hafens von Rotterdam und die Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland in den Bereichen Logistik, Energiewende und Verteidigung zu sprechen. Wir sind bereits in vielerlei Hinsicht verbunden, und zukünftige Infrastrukturen wie der Delta-Rhein-Korridor für Wasserstoff und CO₂ können unsere Zusammenarbeit weiter stärken.“
Der Staatsbesuch unterstreicht die intensiven und vielfältigen Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden in politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereichen. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Niederlande, während die Niederlande für Deutschland der drittgrösste Handelspartner sind. Während des Staatsbesuchs wird die Vielfalt der Partnerschaften, die Bedeutung gemeinsamer Werte und eine zukunftsorientierte Agenda für beide Länder hervorgehoben.



