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13.05.2026 um 12:14 UhrIn der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 2026 hat die Schweizerische Bundesbahn (SBB) an mehreren Stellen vor dem Gotthard-Basistunnel neue Entgleisungsdetektoren in Betrieb genommen. Diese Massnahme folgt auf die Entgleisung eines Güterzugs im August 2023, deren Ursache ein Radbruch war. Die Detektoren wurden an einem kritischen Abschnitt installiert, um die Sicherheit im Schienenverkehr zu erhöhen, insbesondere auf den Zufahrtsstrecken, wo sowohl Personen- als auch Güterzüge mit hoher Geschwindigkeit verkehren.
Technologie zur Früherkennung von Entgleisungen
Entgleisungsdetektoren sind die einzige erprobte Technologie, die es ermöglicht, Entgleisungen infrastrukturseitig zu erkennen. Ihr Ziel ist es, im unwahrscheinlichen Fall eines erneuten Vorfalls eine Kollision zwischen Zügen zu verhindern. Es wird jedoch betont, dass diese Technologie keine Entgleisungen selbst verhindern kann. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, ist eine verbesserte Instandhaltung der Güterwagen erforderlich. Zudem wird eine Anpassung des Haftungsrechts im Schienengüterverkehr gefordert, da derzeit das transportierende Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) haftet, während die Wagenhalter nur begrenzte Anreize haben, in die Sicherheit ihrer Wagen zu investieren.
Die SBB unterstützt die Empfehlungen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), die in ihrem Abschlussbericht zur Entgleisung feststellte, dass Risse in den Rädern frühzeitig erkannt werden müssen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Die SBB ist überzeugt, dass die Umsetzung der daraus abgeleiteten Maßnahmen die Sicherheit im internationalen Schienengüterverkehr weiter erhöhen wird.
Aufhebung der Geschwindigkeitsbeschränkung
Mit der Inbetriebnahme der neuen Entgleisungsdetektoren wird die zuvor geltende temporäre Geschwindigkeitsbeschränkung von 160 km/h im Bereich der Portalspurwechsel vor dem Gotthard-Basistunnel aufgehoben. Diese Beschränkung war seit der Wiederinbetriebnahme des Tunnels im September 2024 in Kraft und hatte keine negativen Auswirkungen auf die Reisenden oder die Anschlüsse im Tessin und in der Deutschschweiz. Allerdings reduzierte sie die Fahrzeitreserven, die zur Auffangung von Verspätungen notwendig sind.
Die SBB verfolgt mit diesen Massnahmen das Ziel, die Sicherheit im Schienenverkehr weiter zu verbessern und die Risiken für alle Verkehrsteilnehmer zu minimieren.




