
DB InfraGO berichtet über Schienennetz-Zustand
07.05.2026 um 18:25 Uhr
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07.05.2026 um 18:56 UhrMit dem heutigen Spatenstich hat Amazon den offiziellen Bau des neuen Verteilzentrums (DAP1) in Enns eingeläutet. Das Projekt wird von Goldbeck Rhomberg Österreich im Auftrag von Amazon realisiert. Bereits im April 2023 begannen erste vorbereitende Arbeiten. An der Zeremonie nahmen unter anderem Christian Deleja-Hotko, Bürgermeister von Enns, und Jordan Kremnitzer, Regionalleiter für Österreich bei Amazon Logistics, teil. Das Verteilzentrum soll im Frühjahr 2027 auf einer Fläche von 6.900 m² eröffnet werden und mehr als 100 direkte Arbeitsplätze bieten. Zudem werden bei lokalen Lieferpartnern mehrere Hundert Arbeitsplätze für Fahrer und Fahrerinnen geschaffen. Amazon investiert rund 70 Millionen Euro in den neuen Standort, was als bedeutendes Signal für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich gewertet wird.
Wichtige Rolle in der Logistik
Verteilzentren wie das in Enns spielen eine zentrale Rolle in der Logistik von Amazon, insbesondere für die sogenannte „letzte Meile“, die Zustellung der Pakete bis zur Haustür der Kunden. Amazon betreibt seit 2018 eigene Verteilzentren in Österreich. Kremnitzer betont, dass die Kunden in Österreich die schnelle und zuverlässige Lieferung schätzen und das Unternehmen kontinuierlich in die Modernisierung bestehender und den Aufbau neuer Standorte investiert. Der neue Standort wird die Region Linz und Umgebung beliefern.
Vorteile für die Region
Das Projekt bringt auch für die Stadtgemeinde Enns und den Ennshafen Vorteile mit sich. Die Grundstücksform wurde so festgelegt, dass eine zukünftige Erschließung des Hafenbeckens aus südlicher Richtung möglich ist. Amazon wird auf eigene Kosten einen Radweg entlang der Mainstraße sowie eine neue Bushaltestelle errichten. Dies soll zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur beitragen. Ein umfassendes Verkehrskonzept sorgt dafür, dass der neue Standort keine spürbare Mehrbelastung des bestehenden Straßennetzes in Enns verursacht. Die Lieferfahrzeuge werden außerhalb der Hauptverkehrszeiten fahren, um den Verkehr zu entlasten.
Bürgermeister Deleja-Hotko äußerte, dass die Ansiedlung von Amazon in Enns zunächst Besorgnis in der Bevölkerung ausgelöst habe. Er betonte, dass Vereinbarungen getroffen wurden, um den Lieferverkehr so zu steuern, dass er nicht durch das Stadtgebiet führt, abgesehen von der direkten Belieferung der Anwohner. Zudem wird Amazon zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur beitragen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle im Projekt. Geplant sind unter anderem eine Photovoltaikanlage mit 280 kWp und die Nutzung von überwiegend erneuerbarer Energie aus dem zentralen Fernwärmenetz. Zudem wird auf CO₂-reduzierte Baumaterialien gesetzt und die Begrünung von Dach- und Freiflächen ist vorgesehen. Die Bepflanzung erfolgt mit heimischen Arten aus Oberösterreich, und es werden Maßnahmen zur Förderung von Bestäubern wie Bienen und Insekten umgesetzt. Alle Grünflächen sollen über eine Regenwassersammlung bewässert werden.
Das Verteilzentrum in Enns ist Teil von Amazons Climate Pledge, bei dem sich das Unternehmen verpflichtet hat, bis 2040 CO₂-neutral zu arbeiten. Ein wichtiger Aspekt ist die schrittweise Elektrifizierung der Lieferflotte, für die die notwendige Ladeinfrastruktur im neuen Verteilzentrum bereitgestellt wird.
Stärkung der regionalen Wirtschaft
Mit dem neuen Verteilzentrum erweitert Amazon sein Engagement in Österreich, insbesondere in Oberösterreich. Rund 400 oberösterreichische Klein- und Mittelbetriebe nutzen bereits Amazon als digitalen Vertriebskanal. Im Jahr 2024 wurden über 2,4 Millionen Produkte von diesen Unternehmen über Amazon verkauft. Der neue Standort in Enns soll die lokale Wertschöpfung unterstützen, neue Beschäftigungsperspektiven schaffen und die regionale Entwicklung fördern. Dies unterstreicht die Rolle Oberösterreichs als attraktiven Standort für Innovation und nachhaltiges Wachstum.





