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22.04.2026 um 14:32 Uhr
Descartes Europäische Benchmark-Umfrage 2025
22.04.2026 um 16:31 UhrBlue Yonder hat den Bericht „2026 Supply Chain Compass: Spotlight on Sustainability“ veröffentlicht, der die Wahrnehmung und Priorisierung von Nachhaltigkeitsinitiativen unter Supply-Chain-Verantwortlichen in Nordamerika und Europa untersucht. Die Umfrage umfasste 678 Führungskräfte aus großen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 500 Millionen US-Dollar. Angesichts der Tatsache, dass Lieferketten für 60 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich sind, zeigt die Erhebung, dass Nachhaltigkeit für viele Führungskräfte von hoher Bedeutung ist.
Aktive Bemühungen um Umweltschutz
Laut den Ergebnissen der Umfrage arbeiten zwei Drittel (66 Prozent) der befragten Führungskräfte aktiv daran, die Umweltauswirkungen ihrer Lieferketten zu reduzieren. Fast die Hälfte (47 Prozent) der großen Unternehmen hat spezielle Nachhaltigkeitsteams eingerichtet. Darüber hinaus sind mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Meinung, dass Lieferkettenbetreiber eine Verantwortung tragen, um Herausforderungen wie Inflation und Klimawandel anzugehen. Dennoch gibt nur jeder fünfte Supply-Chain-Verantwortliche an, zuversichtlich zu sein, seine Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Die Umfrage zeigt, dass viele Führungskräfte Nachhaltigkeitsziele nicht isoliert verfolgen, sondern diese durch Verbesserungen in ihren Abläufen vorantreiben. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Befragten sieht Daten und Rückverfolgbarkeit als entscheidende Maßnahmen zur Förderung von Nachhaltigkeitsinitiativen, während 33 Prozent Prognosetechnologie als Chance für nachhaltige Entwicklungen betrachten.
Veränderungen in der Unternehmensorganisation
Die Ergebnisse verdeutlichen auch einen Wandel in der Unternehmensorganisation. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) berichtet von der Einrichtung spezieller Nachhaltigkeitsteams, obwohl Nachhaltigkeit zunehmend seltener als höchste Priorität eingestuft wird. Nur 12 Prozent der Führungskräfte betrachten Nachhaltigkeit noch als eine der drei wichtigsten strategischen Prioritäten, im Vergleich zu 24 Prozent im Vorjahr. In einem Jahr, in dem 68 Prozent der Führungskräfte Arbeitsmarkt und Inflation als wirtschaftliche Herausforderungen identifizieren, ist es nachvollziehbar, dass sich einige Prioritäten verschieben.
Rolle der Künstlichen Intelligenz
Die Umfrage zeigt, dass Supply-Chain-Verantwortliche Künstliche Intelligenz (KI) überwiegend mit operativen Vorteilen und weniger mit Nachhaltigkeitszielen in Verbindung bringen. Die drei wichtigsten betrieblichen Vorteile von KI, die genannt wurden, sind bessere Planung und Vorhersehbarkeit (29 Prozent), besseres Risikomanagement (26 Prozent) und schnellere Entscheidungsfindung (23 Prozent). Lediglich 11 Prozent der Befragten glauben, dass KI Vorteile für die Nachhaltigkeit bringen kann, während nur 13 Prozent verbesserte Rückverfolgbarkeit als einen der wichtigsten Vorteile des KI-Einsatzes betrachten.
Saskia van Gendt, Chief Sustainability Officer bei Blue Yonder, betont: „Nachhaltigkeit bleibt eine Priorität, selbst in einem Jahr, das von unmittelbaren Geschäftsrisiken wie Zöllen, Störungen und Inflation geprägt ist. Im Moment konzentrieren sich die Bemühungen vor allem darauf, Effizienz und Produktivität zu verbessern und schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen, was zu weniger Abfall, nachhaltigeren Abläufen und Kosteneinsparungen führen kann.“
Erweiterung der Nachhaltigkeitsziele
Ein Viertel (25 Prozent) der Befragten gibt an, dass die aktuellen Nachhaltigkeitsziele nicht weit genug gehen. Weitere 25 Prozent sind der Meinung, dass die richtigen Nachhaltigkeitsinitiativen grundlegende Veränderungen der derzeitigen Prozesse nach sich ziehen werden. Dies verdeutlicht, dass Führungskräfte sowohl die Dringlichkeit der Herausforderungen als auch die damit verbundenen betrieblichen Veränderungen erkennen.
Technologische Unterstützung für nachhaltige Lösungen
Der Bericht hebt hervor, dass viele Unternehmen noch daran arbeiten, ihre Nachhaltigkeitsziele in die Praxis umzusetzen. Um die Genauigkeit der Berichterstattung zu verbessern und die betriebliche Leistung durch einheitliche Einblicke zu optimieren, hat Blue Yonder mehrere Updates für seine Nachhaltigkeitslösungen veröffentlicht. Dazu gehören unter anderem ein Logistik-Emissionsrechner, der die Datenerfassung in der Logistik optimiert, sowie die Integration des „Sustainable Supply Chain Managers“ in die Bedarfs- und Angebotsplanung.
„Nachhaltige Lieferketten erfordern eine Umgestaltung der Prozesse, was für jedes Unternehmen eine Herausforderung darstellt“, fügte van Gendt hinzu. „Technologie kann heutzutage diesen Wandel beschleunigen, indem sie Nachhaltigkeitsaspekte in die Entscheidungsfindung und Optimierung der Lieferkette einbezieht und gleichzeitig für mehr Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen auf dem Markt sorgt.“
Download „2026 Supply Chain Compass: Spotlight on Sustainability“




