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15.07.2026 um 08:25 Uhr
Asiatischer Run auf deutsche Logistikimmobilien
15.07.2026 um 10:00 UhrDeutschlands Bundesumweltminister Carsten Schneider und Dirk Schwardmann, Präsident der Bundesanstalt für Gewässerkunde, haben ein neues Internetportal mit dem Namen NIWIS vorgestellt. Dieses Portal bietet umfassende Informationen zum Thema Niedrigwasser in Deutschland und soll eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden elektronischen Wasserstrassen-Informationsservice ELWIS der Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) darstellen.
Umfassende Informationen für verschiedene Nutzergruppen
Jens Schwanen, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), äusserte sich positiv über die Einführung von NIWIS. Er betonte, dass das Portal nicht nur für die Schifffahrt und deren Kunden von Bedeutung sei, sondern auch für Kommunen und die allgemeine Bevölkerung. NIWIS erklärt Zusammenhänge, liefert aktuelle Zahlen und bietet wichtige Verknüpfungen zu Pegelständen sowie mehrwöchigen Pegelstandsvorhersagen. Besonders die langfristige Prognose der Pegelstände sei für die Planung in der Schifffahrt, Wirtschaft und Industrie von großer Bedeutung. Diese Entwicklung ist Teil des „Aktionsplans Niedrigwasser Rhein“, einer Strategie, die von den Ministerien für Verkehr und Wirtschaft verabschiedet wurde, um den Güterverkehr auf dem Rhein bei extremen Niedrigwasserbedingungen besser zu steuern.
In den letzten Wochen haben viele Journalisten beim BDB Fragen zum Thema Niedrigwasser gestellt. Aktuell stellt Niedrigwasser an zahlreichen Flüssen ein Hindernis für die Güter- und Fahrgastschifffahrt in Deutschland dar. Geringere Wasserstände führen zu flacheren Fahrrinnen, was die Transportkapazität der Schiffe einschränkt. Dies hat logistische Herausforderungen zur Folge und kann zu Mehrkosten sowie Versorgungsengpässen führen.
Regionale Unterschiede und spezifische Herausforderungen
Die Auswirkungen des Niedrigwassers sind regional unterschiedlich, was durch die grafische Darstellung auf NIWIS verdeutlicht wird. Während im Süden und Westen Deutschlands Trockenheit herrscht, gab es im Norden Niederschläge. Zudem gibt es wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Flüssen und Kanälen. Niedrige Wasserstände treten vor allem an freifliessenden Flüssen auf, wie etwa dem Rhein, wo die Wasserstände nicht durch Aufstau reguliert werden können. In staugeregelten Flüssen wie Mosel, Neckar oder Main sowie in künstlichen Kanälen wird der Wasserstand durch Wehre und Schleusen stabil gehalten. In einigen Bereichen können Pumpwerke zusätzlich zur Stabilisierung des Wasserstands eingesetzt werden, was bedeutet, dass Niedrigwasser in diesen Gewässern oft erst spät oder gar nicht auftritt.
Das neue Portal NIWIS bündelt somit wichtige Informationen und Prognosen zu Wasserständen, die für die vorausschauende Planung in der Schifffahrt, Wirtschaft und Industrie von Bedeutung sind.



