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12.06.2026 um 08:31 UhrIn Brüssel fand die 35. Generalversammlung von UNIFE, der Vereinigung der europäischen Schienenverkehrsindustrie, statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Themen Wachstum und die Neuwahl des Verbandsvorsitzes. Martin Sion (links), der neue CEO von Alstom, übernahm das Amt von Michael Peter (rechts), dem CEO von Siemens, der drei Jahre lang den Vorsitz innehatte. Beide Führungspersönlichkeiten betonten die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit unter den Mitgliedern, um das Wachstum der Branche zu fördern.
Im Rahmen von Diskussionsrunden, den sogenannten „Discovery Cafés“, wurden die Mitglieder von UNIFE zu ihren Ansichten zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Schienenverkehrsindustrie befragt. Die Teilnehmer forderten eine Vereinfachung der Vorschriften und eine offensivere Exportstrategie der EU. Zudem wurde betont, dass die europäischen Institutionen weiterhin an der Harmonisierung der Gesetzgebung arbeiten müssen, da nationale Fragmentierungen den Binnenmarkt der EU beeinträchtigen.
UNIFE-Generaldirektor Enno Wiebe leitete die Versammlung und hob den neuen konstruktiven Geist hervor, der sowohl im Schienenverkehrssektor als auch im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern zu beobachten sei. Er betonte, dass die politische Sichtbarkeit der europäischen Schienenverkehrsindustrie gestärkt sei, jedoch nun konkrete Massnahmen erforderlich seien, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Im Rahmen der Generalversammlung traf der EU-Kommissar für internationale Partnerschaften, Jozef Síkela, mit Vertretern der Branche zusammen und führte einen konstruktiven Dialog über die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. An einer institutionellen Podiumsdiskussion nahmen auch Magda Kopczyńska, Generaldirektorin der DG MOVE der Europäischen Kommission, Oana Gherghinescu, Exekutivdirektorin der Europäischen Eisenbahnagentur, und Giorgio Travaini, Exekutivdirektor der Europäischen Rail Joint Undertaking, teil.
Die Versammlung schloss mit der Aufnahme von drei neuen Vollmitgliedern: Magellan (Vereinigtes Königreich), Teltronic (Spanien) und Zonegreen (Sentric Safety Group, Vereinigtes Königreich). Zudem wurde die Polska Izba Kolei (Polnische Kammer der Eisenbahnen) als assoziiertes Mitglied aufgenommen. Des Weiteren wurde Rom als Austragungsort für die Generalversammlung 2027 genehmigt, die am 9. und 10. Juni stattfinden wird.
Wiebe dankte Peter für dessen Engagement und Unterstützung in den vergangenen drei Jahren und äusserte sich optimistisch über die Perspektiven, die Sion in seiner neuen Rolle mitbringen wird. Sion selbst betonte die Bedeutung der Schienenverkehrsindustrie für die strategische Agenda Europas und die Notwendigkeit, Ambitionen in konkrete Investitionen umzusetzen, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Lieferketten zu gewährleisten.
Peter wies darauf hin, dass die Schienenverkehrsindustrie in den letzten drei Jahren erfolgreich im Zentrum der Wettbewerbs- und Resilienzagenda der EU positioniert wurde. Er betonte, dass die EU-Politik zunehmend darauf ausgerichtet sei, die industrielle Basis zu stärken.



