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12.06.2026 um 08:07 UhrDie Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan hat in Zusammenarbeit mit Delta Charge, einem deutsch-schwedischen Unternehmen, das sich auf Lade- und Batteriespeicherlösungen für Logistik- und Industrieunternehmen in Europa spezialisiert hat, ein neues Lade- und Energiedepot für ihre Elektro-Lkw-Flotte eröffnet. Diese Einrichtung, die am Logistikzentrum der Brauerei in Freising nahe München angesiedelt ist, stellt eine vollständige Elektrifizierung der Ladeinfrastruktur dar und positioniert Weihenstephan als eine der ersten grossen Brauereien in Deutschland, die einen batteriegestützten Schnelllade-Hub in Betrieb nimmt.
Integration von erneuerbaren Energien
Das neu errichtete Logistikzentrum ist als integrierte Energielösung konzipiert. Es umfasst zwei deckenmontierte 150-kW-Schnellladestationen, die von einem modularen Batteriespeichersystem unterstützt werden. Dieses System hat eine Anfangskapazität von 125 kW/257 kWh und kann auf 375 kW/771 kWh erweitert werden, um mit dem Wachstum der Elektroflotte Schritt zu halten. Zudem wird die bestehende 380-kWp-Photovoltaikanlage des Standorts in das System integriert.
Ein zentrales Element des Projekts ist das KI-gestützte Energiemanagementsystem von Delta Charge. Dieses System optimiert kontinuierlich das Zusammenspiel von Solarenergie, Batteriespeicher und Ladevorgängen, um die Abhängigkeit vom Stromnetz zu verringern und die Stromkosten zu senken. Laut Delta Charge ermöglicht dieses System nicht nur den Betrieb elektrischer Lkw, sondern macht sie über ihre gesamte Lebensdauer auch kostengünstiger als Diesel-Lkw.
Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan, betont die Verantwortung des Unternehmens gegenüber der Region und zukünftigen Generationen. „Die Elektrifizierung unserer Flotte ist ein natürlicher Ausdruck dieser Verantwortung und ein konkreter Schritt auf unserem Weg zur vollständigen Dekarbonisierung“, erklärt er.
Vorbildfunktion im Klimaschutz
Die Umstellung auf Elektromobilität wird als bedeutender Schritt im Rahmen des langjährigen Engagements von Weihenstephan für Nachhaltigkeit und Umweltschutz angesehen. Robert Winkler, Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, hebt hervor, dass die Staatsbrauerei mit ihrem integrierten Energiekonzept einen vorbildlichen Weg eingeschlagen hat. Er wünscht sich, dass viele Unternehmen diesem Beispiel folgen.
Das Logistikzentrum von Weihenstephan vereint zwei bedeutende Trends: die rasante Einführung elektrischer Lkw und die zunehmende Bedeutung stationärer Batteriespeicher. Diese Entwicklungen tragen nicht nur zur Senkung der Kosten bei, sondern erhöhen auch die Unabhängigkeit und Resilienz gegenüber Netzschwankungen und steigenden Energiepreisen.
Johannes Kirnberger, Geschäftsführer von Delta Charge, äussert sich positiv über das Projekt:
„Die Brauerei Weihenstephan und Delta Charge haben gemeinsam etwas wirklich Besonderes aufgebaut. Unser Konzept funktioniert sowohl technisch als auch wirtschaftlich, und wir sind bereit, es europaweit in Logistik und Industrie zu etablieren.“
Die Partnerschaft zwischen Weihenstephan und Delta Charge zeigt, wie traditionelle Unternehmen durch innovative Ansätze zur Elektrifizierung ihrer Prozesse beitragen können, während sie gleichzeitig ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrnehmen.




