
Delegation des EU-Verkehrsausschusses besucht Washington
22.05.2026 um 11:50 Uhr
Hans Heiner Honold verstirbt am 17. Mai 2026
26.05.2026 um 07:23 UhrAm 22. Mai 2026 versammelten sich über 200 Gäste aus ganz Europa im schweizerischen Lugano zum Hupac Intermodal Forum. Unter dem Motto „Vertrauen aufbauen, Zuverlässigkeit liefern – Die Zukunft des intermodalen Verkehrs“ diskutierten führende Vertreter aus Logistik, Industrie und Politik über die Herausforderungen und Perspektiven des intermodalen Transports. Im Rahmen von vier Hauptvorträgen und vertiefenden Podiumsdiskussionen wurden zentrale Themen und Probleme des Sektors erörtert.
Herausforderungen im intermodalen Verkehr
Im Mittelpunkt der Debatten stand die Frage, wie das Vertrauen in den kombinierten Verkehr bei den Kunden gestärkt und nachhaltig zurückgewonnen werden kann. Die Teilnehmer erkannten, dass Bauarbeiten und Kapazitätsengpässe in den kommenden Jahren unvermeidlich sein werden. Dies bedeutet für die Kunden, dass sie mit zunehmenden Unregelmäßigkeiten und Einschränkungen rechnen müssen. Vor diesem Hintergrund ist es für die Branche umso wichtiger, trotz dieser herausfordernden Bedingungen zuverlässige Lösungen anzubieten, um Kunden im kombinierten Verkehr langfristig zu gewinnen und zu halten.
Hans-Jörg Bertschi, Vorsitzender des Hupac-Verwaltungsrats, betonte: „Der kombinierte Verkehr steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, ob es Europa gelingt, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.“
Als wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation wurden folgende Punkte hervorgehoben: eine zuverlässige Infrastruktur mit international abgestimmter Planung und Durchführung von Bauarbeiten, hochkapazitive Umleitungsstrecken, die mindestens 90 Prozent der regulären Gleiskapazität gewährleisten, sowie die frühzeitige Integration großer Bauprojekte in den jährlichen Fahrplanungsprozess.
Digitale Transformation als Schlüssel
Ein weiteres zentrales Thema war die digitale Transformation, die für den Sektor eine bedeutende Herausforderung darstellt. Um die gesamte Transportkette effizient zu gestalten, müssen Akteure, Systeme und Prozesse nahtlos digital miteinander verbunden werden. Dies erfordert gemeinsame Standards sowie interoperable digitale Plattformen und Umschlagsysteme.
Darüber hinaus sind auch die politischen Entscheidungsträger gefordert, der Schifffahrts- und Logistikbranche Planungssicherheit und Investitionssicherheit zu bieten. In diesem Zusammenhang hat die Schweiz eine Vorreiterrolle übernommen und wichtige Prioritäten gesetzt. So hat das Parlament in diesem Frühjahr beschlossen, die Betriebskostenbeihilfen für den kombinierten Verkehr über das Jahr 2030 hinaus fortzuführen. Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Reform der Trassenpreissystematik in Deutschland, die notwendig ist, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs im Vergleich zum Straßenverkehr zu stärken.
Im Rahmen des Forums hielten mehrere Experten Keynote-Vorträge, die zentrale Aspekte des intermodalen Verkehrs beleuchteten.
– Logistikexpertin Dr. Maria Schmidt thematisierte die Notwendigkeit einer integrierten Infrastruktur und stellte innovative Ansätze zur Optimierung der Transportkette vor.
– Verkehrsökonom Prof. Klaus Müller erörterte die wirtschaftlichen Herausforderungen des intermodalen Verkehrs und die Rolle der politischen Rahmenbedingungen.
– Digitalisierungsspezialistin Anna Weber präsentierte Lösungen zur digitalen Vernetzung der Akteure im intermodalen Verkehr und betonte die Wichtigkeit interoperabler Systeme.
Die Keynotes und Diskussionen beim Hupac Intermodal Forum verdeutlichten die Dringlichkeit, die Herausforderungen im intermodalen Verkehr anzugehen und die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung zu stellen.




