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06.03.2026 um 08:51 Uhr
Deugro – neue Vizepräsidentin für den Energiesektor
06.03.2026 um 09:28 UhrAn seinen Standorten in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau hat bayernhafen im vergangenen Jahr 8,37 Mio. t Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen, was einem Anstieg von 2,5 % im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Zahlen belegen die Rolle der bayernhafen-Standorte als bedeutende regionale Jobmotoren. Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass die rund 400 ansässigen Unternehmen fast 16.000 Menschen beschäftigen. Zudem plant bayernhafen die Entwicklung eines Logistik- und Industrieparks im Landkreis Deggendorf, um weitere Ansiedlungen und eine Verlagerung des Verkehrs zu ermöglichen.
Umweltfreundliche Verkehrsträger im Fokus
Im Jahr 2025 konnten durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn etwa 487.000 Lkw-Fahrten eingespart werden. Der Schiffsgüterumschlag betrug 2,19 Mio. t, was einem Zuwachs von 6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Bahngüterumschlag lag bei 6,19 Mio. t, was einem Anstieg von 1,4 % entspricht. Der Kombinierte Verkehr (KV) erreichte mit 478.680 TEU ein leicht über dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis (+ 1 %). Neben Containern im Seehafenhinterlandverkehr wurden auch Wechselbrücken und Sattelauflieger im kontinentalen Verkehr umgeschlagen.
Die Erweiterung des trimodalen KV-Terminals im bayernhafen Nürnberg soll den Kombinierten Verkehr weiter stärken. Im laufenden Betrieb wurde Anfang 2026 mit dem Aufbau von drei neuen leistungsfähigeren Krananlagen begonnen, was die Kranleistung um rund 20 % erhöhen wird. Dieses Projekt wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert.
Neuer Logistik- und Industriepark in Deggendorf
Im Oktober 2025 erwarb bayernhafen ein 52 Hektar großes Areal einer ehemaligen Papierfabrik im Landkreis Deggendorf, um einen neuen Logistik- und Industriepark zu entwickeln. Der „bayernhafen InfraPark Plattling Stephansposching“ ist der erste Standort ohne Anbindung an die Wasserstraße. Joachim Zimmermann, Geschäftsführer von bayernhafen, betont: „Der neue Standort ist durch den Gleisanschluss und die Verladeinfrastruktur ideal geeignet, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen.“
Der neue Standort bietet lokalen, überregionalen sowie internationalen Kunden und Partnern aus Industrie, Kreislaufwirtschaft, Transport und Logistik die Möglichkeit zur Verkehrsverlagerung und Ansiedlung. Durch die Umnutzung des Areals werden großflächige Ansiedlungsmöglichkeiten geschaffen, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Zudem verfügt der Standort über eine hohe Leistungsfähigkeit für verschiedene Energieformen.
Positive Beschäftigungsentwicklung und Herausforderungen
Im Jahr 2025 feierte bayernhafen sein 100-jähriges Bestehen. Eine Erhebung zeigt eine positive Entwicklung der Beschäftigung an den bayernhafen-Standorten. Rund 400 Unternehmen beschäftigen dort gemeinsam fast 16.000 Menschen, was einem Zuwachs von 22,7 % seit 2016 entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung der Standorte als regionale Jobmotoren.
Beispiele für die Rolle von bayernhafen im Maschinen- und Anlagenbau sind die Nutzung des bayernhafen Nürnberg durch Siemens Energy für die Verladung von Transformatoren sowie die Anbindung von Linde Engineering in Passau für große Anlagen.
Joachim Zimmermann fordert ein ganzheitliches, verkehrsträgerübergreifendes Verkehrskonzept, um die Herausforderungen im Verkehrssektor zu bewältigen.
Investitionen in die Infrastruktur
Die Ende 2025 erfolgte Einstellung der Trailer-Zugverkehre zwischen Regensburg und Ungarn wird sich voraussichtlich in den kommenden Verkehrszahlen bemerkbar machen. Zimmermann äußert den Wunsch nach einem längeren Atem von der Verladerseite, um große Trailer-Volumen im kontinentalen Verkehr nachhaltig auf die Schiene zu bringen. Er verweist auf den Containerverkehr im Seehafen-Hinterland, der zeigt, wie dies langfristig gelingen kann.
Nach Abschluss der Generalsanierungen der Bahnstrecken Regensburg-Nürnberg und -Passau wird mit einem zuverlässigen und leistungsfähigen Schienennetz gerechnet. Während der Bauarbeiten sind jedoch erhebliche Auswirkungen durch Vollsperrungen und Umleiterstrecken zu erwarten.
Zimmermann betont die Notwendigkeit einer vorausschauenden Finanzierung, um einen Sanierungsstau bei Wasserstraßen zu vermeiden. „Häfen gewährleisten mit ihrer Schnittstellenfunktion eine effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw und ermöglichen so nachhaltige Logistikketten“, erklärt er.
Für 2026 plant bayernhafen Investitionen in Höhe von 57 Mio. Euro in die Hafeninfrastruktur und Logistikflächen für Unternehmen.
Am 13. September 2026 lädt bayernhafen zu einem großen Hafenfest in Passau ein, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in die Welt der Logistik zu ermöglichen.






