
Matthieu Blanc führt Europas Binnenschiffer
25.06.2026 um 06:22 Uhr
Daimler Truck liefert künftig Ersatzteile aus Halberstadt
25.06.2026 um 09:31 UhrBis zum Jahr 2045 wird der jährliche Strombedarf des Logistiksektors in Deutschland voraussichtlich auf 186 Terawattstunden (TWh) ansteigen. Dies entspricht einem Anstieg um das Achtfache im Vergleich zu den gegenwärtigen Werten. Diese Prognose stammt aus einer Studie des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University, die im Auftrag des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik erstellt wurde. Die Untersuchung analysiert den zukünftigen Energie- und Leistungsbedarf für Logistikimmobilien sowie für den Strassen- und Schienengüterverkehr im Zeitraum von 2025 bis 2045.
Treiber des Anstiegs
Ein zentraler Faktor für den signifikanten Anstieg des Strombedarfs ist gemäss dem DSLV die gesetzlich vorgeschriebene Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Laut den Ergebnissen der Studie wird im Baseline-Szenario von einem hohen Umsetzungsgrad der europäischen Regulierungen zu den CO2-Flottengrenzwerten ausgegangen. Demnach müssen ab 2040 bereits 90 Prozent aller neu zugelassenen Lkw lokal emissionsfrei sein. Für das Jahr 2045 wird prognostiziert, dass der Strassengüterverkehr 155,8 TWh verbrauchen wird, was 83,8 Prozent des gesamten Strombedarfs der untersuchten Teilsektoren ausmacht.
Zusätzlich wird der Betrieb von Logistikimmobilien, zu denen Distributionszentren, Fulfillment-Center, Cross-Docks, Kühlhäuser und Hochregallager gehören, einen Verbrauch von 22,3 TWh (12,0 Prozent) aufweisen. Der Schienengüterverkehr wird voraussichtlich weitere 7,8 TWh (4,2 Prozent) benötigen.
„Die Ergebnisse der RWTH-Studie machen den politischen Handlungsbedarf unübersehbar. Der Logistiksektor wird immer stromintensiver. Die Transformation des Güterverkehrs ist nicht nur eine verkehrspolitische, sondern in erster Linie eine energiewirtschaftliche Herausforderung.“
– Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik





