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05.05.2026 um 08:00 Uhr
Das Swisstrans Magazin 03-04/2026 ist online
05.05.2026 um 08:52 UhrAm Flughafen Leipzig/Halle (LEJ) wurden im Jahr 2025 über 73% der Frachtflugbewegungen in den Nachtstunden registriert. Dies geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen, Franziska Schubert, hervor. Insgesamt fanden 36.289 Frachtflüge zwischen 22 und 6 Uhr statt, was die Belastung für die Anwohner verdeutlicht. Zudem wurden 352 Leerflüge in der Nacht verzeichnet, wobei die Staatsregierung angibt, keine Informationen über die Gründe für diese Leerflüge zu haben.
Kritik an der Staatsregierung
Schubert äusserte sich besorgt über die Situation und kritisierte die Reaktion der Staatsregierung. „Der Blindflug der Staatsregierung ist inakzeptabel. Dass fast drei Viertel aller Flüge mitten in der Nacht stattfinden, ist eine enorme Belastung für die Menschen in der Region. Diese Dimension des Nachtfluglärms ist nicht zumutbar. Der Freistaat ist an der Mitteldeutschen Flughafen AG beteiligt und sollte sich hier nicht wegducken“, erklärte sie.
Die Gesamtzahl der Frachtflugbewegungen am Flughafen Leipzig/Halle belief sich im Jahr 2025 auf 49.634. Schubert wies darauf hin, dass von den rund 1.350 Leerflügen jeder Vierte in der Nacht durchgeführt wurde. Trotz dieser hohen Zahl sieht die Staatsregierung keine Verantwortung, die Notwendigkeit dieser Leerflüge zu hinterfragen. „Gleichzeitig pumpt der Freistaat jährlich Millionen von Euro in seine Flughäfen. Wo bleibt das Interesse an der Gesundheit der Menschen, die vom nächtlichen Fluglärm betroffen sind? Die Staatsregierung trägt eine Mitverantwortung und muss dieser endlich gerecht werden“, so Schubert weiter.
Forderungen nach Massnahmen
Die Fraktionsvorsitzende fordert die Staatsregierung auf, konkrete Massnahmen zu ergreifen. „Leerflüge und ihre Notwendigkeiten sind systematisch zu erfassen, insbesondere nächtliche Positionierungsflüge kritisch zu überprüfen und zu reduzieren. Der Schutz der Bevölkerung vor Nachtfluglärm muss deutlich verstärkt werden. Gerade bei Leerflügen stellt sich die Frage, ob sie wirklich unvermeidbar sind – oder ob hier vermeidbarer Lärm in Kauf genommen wird. Die Staatsregierung darf sich dieser Verantwortung nicht länger entziehen“, betonte Schubert.
Die Entwicklung der Frachtflugbewegungen am Flughafen Leipzig/Halle über die letzten zehn Jahre zeigt einen allgemeinen Anstieg, was die Bedeutung des Standorts als Luftfrachtzentrum unterstreicht. Die aktuellen Zahlen werfen jedoch Fragen zur Verantwortung der Staatsregierung auf, insbesondere im Hinblick auf die Belastungen für die Anwohner.





