
Clark Europe eröffnet neue Niederlassung in Duisburg
27.04.2026 um 11:07 UhrDie Geis Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzwachstum von 8,8 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro erzielt, was einen neuen Rekord in der Unternehmensgeschichte darstellt. Trotz herausfordernder Marktbedingungen, darunter eine verhaltene Konjunktur und hoher Preisdruck, konnte die familiengeführte Unternehmensgruppe ihre Marktposition weiter ausbauen. Dies wurde durch vier Akquisitionen sowie Fortschritte in den Bereichen Integration, Internationalisierung und Digitalisierung unterstützt.
Die geschäftsführenden Gesellschafter Hans-Wolfgang Geis und Jochen Geis betonen: „2025 war erneut geprägt von verhaltener Konjunktur, hohem Preisdruck und insgesamt anspruchsvollen Marktbedingungen. Umso mehr freut es uns, dass wir uns gut behauptet und unsere Marktposition weiter ausgebaut haben.“ Ein zentraler Fokus lag auf der engeren internationalen Verzahnung innerhalb der Gruppe sowie der Integration der akquirierten Unternehmen.
Strategische Akquisitionen und Personalwachstum
Die Geis Gruppe hat durch die Übernahme der Gras Gruppe, der Göttinger Standorte der Spedition Krüger, Agotrans sowie der ZZ Agentur Stoll in Tirol ihre Präsenz in wichtigen Märkten gezielt ausgebaut. Diese Zukäufe sollen die strategische Position des Unternehmens langfristig stärken. Zum Jahresende 2025 beschäftigte die Geis Gruppe rund 10.000 Mitarbeiter an über 200 Standorten in 14 europäischen Ländern, was einem Anstieg von etwa 650 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Im Geschäftsbereich Road Services wurde ein Umsatz von 1,46 Milliarden Euro erzielt, was einem Anstieg von 13,6 Prozent entspricht. In Deutschland lag das Wachstum aufgrund von Akquisitionen bei 26 Prozent. Während die Märkte für Stückgut weiterhin angespannt blieben, konnten sich die Bereiche LTL (Less Than Truckload) und FTL (Full Truckload) stabil behaupten. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Integration der neu hinzugekommenen Standorte, die bis Ende 2026 weitgehend abgeschlossen sein soll. Zudem treibt die Geis Gruppe die Automatisierung im LTL- und FTL-Bereich durch KI-gestützte Prozesse voran.
Stabilität im Bereich Logistics Services
Der Geschäftsbereich Logistics Services blieb mit einem Umsatz von 406 Millionen Euro stabil auf Vorjahresniveau. Besonders positive Entwicklungen wurden in Deutschland, Tschechien und der Slowakei verzeichnet. Geis betreibt mittlerweile europaweit mehr als 100 Kontraktlogistikstandorte und -projekte. Der Ausblick für 2026 ist optimistisch, da in Deutschland und Österreich bereits wichtige Neukunden gewonnen werden konnten. Zudem sieht die Unternehmensgruppe in Osteuropa weiteres Wachstumspotenzial.
Im Bereich Air + Sea Services wurde ein Umsatz von 181 Millionen Euro erzielt, was einem Rückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Hauptursache für diesen Rückgang sind sinkende Luft- und Seefrachtraten. Der Bereich wurde jedoch strategisch neu aufgestellt und unter einer zentralen Führung gebündelt. Klaus Hrazdira, COO von Quehenberger Logistics, verantwortet seit April 2025 das europaweite Geschäft. Der Beitritt zum internationalen Netzwerk WACO soll zusätzliche Impulse geben.
Internationale Zusammenarbeit und Zukunftsthemen
Quehenberger Logistics, dessen Zahlen in den Gruppenwerten enthalten sind, konnte 2025 ein Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 641 Millionen Euro verzeichnen. Insbesondere die Road-Verkehre entwickelten sich stabil. Die internationale Zusammenarbeit zwischen Geis und Quehenberger wurde intensiviert, insbesondere in den Bereichen Cross-Selling und Internationalisierung. Der Aufbau eines internationalen Corporate-Account-Managements bei Geis soll zusätzliche Impulse liefern.
Die Geis Gruppe hat 2025 auch einen hohen Fokus auf IT und Nachhaltigkeit gelegt. Gezielte Investitionen in die IT-Infrastruktur haben die Systemsicherheit und Stabilität erhöht. Die IT-Sicherheit bleibt ein strategischer Schwerpunkt, um Risiken frühzeitig zu minimieren. Die Umsetzung der Klimastrategie führte zu einer signifikanten Verringerung der CO₂-Emissionen, unterstützt durch den Einsatz von 8,1 Millionen Litern HVO. Zudem investierte Geis in eigene Energie- und E-Mobilitätslösungen, darunter Batteriegroßspeicher und Photovoltaikflächen.
Ausblick auf 2026
Für das Jahr 2026 planen die geschäftsführenden Gesellschafter Hans-Wolfgang Geis und Jochen Geis, die gemeinsame Strategie weiter in das operative Geschäft zu überführen und das Cross-Selling auszubauen. Die Organisation soll gezielt weiterentwickelt werden, um die Unternehmen Geis und Quehenberger international enger zu verzahnen. Dabei stehen Prozessoptimierungen sowie Investitionen in Digitalisierung und KI im Fokus, um einheitliche und effiziente Strukturen zu schaffen.




