
Logistikmarktstudie Schweiz 01/26 von GS1 ist online
02.03.2026 um 18:12 Uhr
Kühne+Nagel verzeichnet leichten Umsatzrückgang 2025
03.03.2026 um 09:59 UhrMit einem Jahresumschlag von 4,7 Mio. t in den Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) wurde im Jahr 2025 ein Rückgang von 11,3% im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist ein signifikanter Rückgang von 22% beim Import von Mineralöl- und Energieprodukten. Im Gegensatz dazu zeigen andere Gütergruppen eine stabile oder sogar positive Entwicklung. So verzeichnete der wasserseitige Containerumschlag einen Anstieg von 12,6%, während der Containerumschlag auf der Schiene mit einem Plus von 51,5% besonders hervorzuheben ist. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Verlagerung der Kaffeeverkehre von Lkw auf Bahn- und Schiffsverkehr zurückzuführen. Der Export von Gütern blieb mit einem leichten Plus von 2% stabil.
Rückgang bei Mineralöl- und Energieprodukten
Der Rückgang im Import von Mineralöl- und Energieprodukten ist der Haupttreiber für den Gesamtumschlag im Jahr 2025. Diese Produkte lagen mit rund 570.000 t um 22% unter dem Vorjahresniveau und machen über 90% des Rückgangs aus. Der Import über die Tanklager im Hafen Birsfelden ist eng mit der Raffinerie in Cressier verbunden, die im Jahr 2025 auf hohem Produktionsniveau arbeitete. Die Pegelstände der Gewässer, die für die Auslastung der Güterschiffe entscheidend sind, waren im Durchschnitt stabil, abgesehen von einer Niedrigwasserperiode im Frühling.
Die Containerumschläge entwickelten sich positiv. Im Jahr 2025 wurden 112.620 TEU (Twenty-foot Equivalent Units) wasserseitig umgeschlagen, was einem Anstieg von 12,6% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Es ist zu beachten, dass im Hafen Kleinhüningen aufgrund eines Rochade- und Erneuerungsprojekts der Rhenus-Gruppe ein Terminalareal weniger für Umschlagskapazitäten zur Verfügung stand. Der Ersatz des Südquai-Terminals, der derzeit im Bau ist, wird ab Ende 2026 am Nordquai im Hafenbecken 2 für die Binnenschifffahrt bereitstehen. Auf der Schiene stieg der Containerumschlag um 51,5% auf 50.197 TEU.
Entwicklung der Agrarprodukte und Recyclingmaterialien
Die Agrarprodukte zeigten im Jahr 2025 eine robuste Entwicklung. Auf der Importseite stiegen die Mengen auf 185.069 t, was einem Anstieg von 9,7% entspricht. Der Anstieg ist auf eine schwache Inlandernte im Jahr 2024 zurückzuführen, die zu überdurchschnittlichen Getreideimporten für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrie führte. Der Bund hatte die Importkontingente angehoben, um die Versorgung zu sichern. Trotz einer guten Inlandernte im Jahr 2025 wurden auch im zweiten Halbjahr signifikante Importe, insbesondere von Futtermitteln, getätigt, was zu einer hohen Auslastung der Silokapazitäten in den Häfen führte. Auf der Exportseite stiegen die Ausfuhren auf 37.082 t, was einem Anstieg von 17,7% entspricht.
Die Exporte von Recyclingmaterial, insbesondere Schrott und Abbruchmaterial, lagen mit 416.449 t leicht über dem Vorjahr (+1%). Die Schwankungen im Import stehen in engem Zusammenhang mit dem Materialeinkauf und der Produktion der nationalen Stahlwerke sowie deren nachgelagerten Logistikeffekten.
Eine stabile oder positive Entwicklung zeigt sich auch im schiffseitigen Umschlag bei den Gruppen „Steine und Erden“ (+5,7%), „chemische Erzeugnisse“ (+0,7%), „Metallerzeugnisse“ (-2,4%) sowie „Geräte und Material für Güterbeförderung“ (+13,4%).
Im Bereich der Nahrungs- und Genussmittel stieg der Export um 22%, während der Import um 17% zurückging, was insgesamt einen Rückgang von 9,4% ergibt. Auch die Gütergruppen mit geringem Umschlagsvolumen, wie „Mineralerzeugnisse“ und „Holz-, Kork- und Flechtwaren/Papier und Karton“, verzeichneten Rückgänge von fast 50%.





