
Bram van Londen verstärkt BusinessCode in GCC
02.04.2026 um 08:00 UhrDie Logistikbranche nimmt eine zentrale Rolle in der europäischen Automobilforschung ein. Dies wird durch die Aufnahme der Unternehmen ALICE, Einride und Gruber Logistics in die neu gegründete EU-Expertengruppe EURIAS deutlich. Diese Gruppe, die am 27. März 2026 in Brüssel erstmals zusammentrat, hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunft von Forschung und Innovation im Automobilsektor zu gestalten. Die Einbindung der Logistik in den Innovationsprozess zeigt, dass sie nicht mehr nur als nachgelagerter Aspekt betrachtet wird, sondern als wesentlicher Bestandteil der Automobilentwicklung.
EURIAS, die Abkürzung für European Union Research and Innovation for the Automotive Sector, vereint etwa 60 Organisationen, darunter Automobilhersteller, Zulieferer, Forschungs- und Technologieeinrichtungen sowie Universitäten. Die Mitgliedschaft von ALICE, Einride und Gruber Logistics unterstreicht die Bedeutung der Logistik in der Transformation des Automobilsektors.
Rolle von ALICE in der Expertengruppe
ALICE, die Alliance for Logistics Innovation through Collaboration in Europe, hat sich als Schlüsselakteur in der Förderung strategischer Forschung und Innovation etabliert. Das Unternehmen bringt Erfahrungen aus grossen europäischen Initiativen wie 2ZERO und CCAM ein und gestaltet die Innovation im Logistikbereich aktiv mit. ALICE-Generalsekretär Fernando Liesa (rechts), betont die Bedeutung von EURIAS: „EURIAS ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass Europas Innovationen im Automobilbereich den Markt erreichen und vollständig in reale Logistikabläufe und -systeme eingebettet werden.“
Das schwedische Unternehmen Einride, vertreten durch Pia Wijk (Mitte), Project Manager Research & Innovation, hat sich auf autonome und emissionsfreie Transporte spezialisiert und bringt wertvolle Perspektiven zu neuen Lkw-Technologien in die Gruppe ein.
Engagement von Gruber Logistics
Gruber Logistics, ein international tätiges Transport- und Logistikunternehmen aus Südtirol, betont die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Andrea Condotta (links), Director Public Affairs, Innovation & Sustainability von Gruber Logistics, hebt hervor: „Der Wandel der europäischen Automobilbranche kann nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern, Forschern, der Industrie und der Logistikbranche gelingen.“ Das Unternehmen bringt seine Erfahrung im Management komplexer Lieferketten ein, um sicherzustellen, dass Innovationen praxisnah und einsatzbereit sind.
Die Expertengruppe hat klare Aufgaben: Sie unterstützt die Europäische Kommission mit Fachwissen zu Forschungs- und Innovationsprioritäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Automobilbranche. Zudem identifiziert sie zentrale Zukunftsthemen, die die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Automobilsektors stärken können. Bis Juni 2026 wird die Gruppe an einer Strategischen Forschungs-, Innovations- und Umsetzungsagenda (SRIDA) arbeiten.
Die Empfehlungen, die aus EURIAS hervorgehen, sollen im nächsten europäischen mehrjährigen Finanzrahmen (2028–2034) umgesetzt werden. Dies wird dazu beitragen, die künftigen EU-Instrumente zu gestalten, insbesondere das nächste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation sowie den Europäischen Fonds für Wettbewerbsfähigkeit.




