
Chancerygate startet Expansion nach Deutschland
23.03.2026 um 18:00 UhrDie Österreichische Post AG hat eine Investition von über 1,7 Millionen Euro in den Ausbau ihrer elektrischen Schwerfahrzeugflotte angekündigt. Im Rahmen dieser Initiative werden vier neue E-LKW in Betrieb genommen, die in der Steiermark und in Tirol eingesetzt werden. Zwei der Fahrzeuge sind in den Logistikzentren in Kalsdorf bei Graz und Vomp stationiert. Dort übernehmen sie die Abholung von Sendungen aus Postfilialen und Firmenstandorten und transportieren diese zu den jeweiligen Zustellbasen. Um die neuen E-LKW zu unterstützen, wurden an beiden Standorten Schnellladestationen eingerichtet, die ausschließlich mit österreichischem Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden. Zusätzlich kommen zwei weitere E-LKW in Wien zum Einsatz, wodurch sich die Gesamtzahl der dort eingesetzten E-LKW auf vier erhöht.
Reduzierung der CO₂-Emissionen
Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Paket & Logistik der Österreichischen Post AG, erklärte, dass mit den neuen E-LKW vier herkömmliche Diesel-LKW ersetzt werden. Dadurch sollen jährlich fast 189 Tonnen direkte CO₂-Emissionen eingespart werden. Umundum betonte, dass der Ausbau der E-Flotte nicht nur die Zustellung betrifft, sondern auch die Transportlogistik der Zukunft in den Blick nimmt. Die neuen Fahrzeuge stellen für die Regionen Steiermark und Tirol einen bedeutenden Schritt in Richtung einer emissionsärmeren Zukunft dar.
Die Post hat bereits im Mai 2024 erste E-LKW im regulären Betrieb eingesetzt. Zwei dieser Fahrzeuge pendeln zwischen dem Logistikzentrum Wien-Inzersdorf und dem Flughafen Wien-Schwechat und wurden auf verschiedenen Strecken in ganz Österreich getestet. Die positiven Erfahrungen aus diesen Einsätzen bilden die Grundlage für den aktuellen Ausbau der Flotte in drei Bundesländern.
Technische Details der neuen E-LKW
Für die neuen E-LKW wurde der MAN eTGS ausgewählt, der sich in der Ausschreibung als Bestbieter erwiesen hat. Der LKW verfügt über ein 6×2 Chassis mit Aufleger für Wechselaufbaubrücken (WAB-Container) und ermöglicht auch den Anhängerbetrieb. Mit einer Batteriekapazität von 560 Kilowattstunden (kWh) kann der MAN eTGS eine Reichweite von etwa 400 Kilometern erreichen. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem zentral verbauten Synchron-Elektromotor mit einer Leistung von 400 Kilowatt (kW), was ein Zuggesamtgewicht von bis zu 44 Tonnen ermöglicht.
Die neu errichteten Ladestationen ermöglichen es, den MAN eTGS in etwa 90 Minuten von 20 auf 80 Prozent Batteriestand aufzuladen. Der Strom für die Aufladung stammt ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen, die in Österreich produziert werden. Zudem sind die Logistikzentren in Wien, Kalsdorf und Vomp mit Photovoltaikmodulen ausgestattet, die eine Gesamtleistung von etwa 9 Megawatt peak (MWp) bieten.
Die Gesamtinvestitionskosten für die vier neuen E-LKW, einschließlich der Ladeinfrastruktur, belaufen sich auf über 1,7 Millionen Euro. Diese Anschaffung wird durch das Förderprogramm „Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur (ENIN)“ der Europäischen Union sowie durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt.






