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12.03.2026 um 11:47 Uhr
Schweizerische Post mit Ertragsrückgang 2025
12.03.2026 um 13:07 UhrDie strukturellen Trends im internationalen Brief- und Paketmarkt setzen sich auch im Jahr 2025 fort. Laut der Österreichischen Post führten Digitalisierung und Kostendruck bei privaten sowie öffentlichen Kundengruppen zu einem Rückgang der Brief- und Werbemengen. Im Gegensatz dazu bleibt der Paketmarkt von intensivem Wettbewerb geprägt. Vor diesem Hintergrund hat die Österreichische Post ihr Dienstleistungsangebot erweitert. In Österreich sind die Services an nahezu 3.000 Poststellen verfügbar, während international rund 14.400 Out-of-Home-Standorte hinzukommen. Zudem plant das Unternehmen, im April 2026 mit der eigenen Mobilfunkmarke YELLLOW zu starten. Im internationalen Paketgeschäft wurden durch zwei Akquisitionen, darunter ein Paketdienstleister in Ungarn und ein E-Commerce-Dienstleister in CEE/SEE, weitere Schritte unternommen.
Walter Oblin, Generaldirektor der Österreichischen Post, äußerte sich zur operativen Entwicklung des Unternehmens: „Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung.“ Er betonte, dass die Post ihre führende Marktposition im Privatkund*innen-Paketmarkt mit einem Anteil von 63 % erfolgreich behaupten konnte.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung
Im Jahr 2025 verzeichnete die Österreichische Post Umsatzerlöse von 3.043,3 Mio EUR, was einem Rückgang von 2,6 % im Vergleich zu 2024 entspricht, jedoch 11,0 % über dem Niveau von 2023 liegt. In der Division Brief & Werbepost sank der Umsatz um 6,8 % im Vergleich zu 2024 und um 3,0 % im Vergleich zu 2023. Dieser Rückgang ist auf die elektronische Substitution und das Fehlen positiver Sondereffekte des Vorjahres zurückzuführen. Zudem sind ein zurückhaltendes Investitionsklima und geringere Werbeausgaben von Unternehmen festzustellen.
In der Division Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % und um 21,4 % im Vergleich zu 2023. In Österreich entwickelten sich die Umsatzerlöse positiv mit einem Anstieg von 5,8 %. Im Raum Südost- und Osteuropa gab es jedoch einen Rückgang, insbesondere in der Türkei, wo hohe Inflation und Wechselkursentwicklungen das Geschäft stark beeinflussten.
Das EBITDA reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % auf 413,3 Mio EUR, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 5,0 % auf 196,9 Mio EUR zurückging. Beide Kennzahlen liegen jedoch über den Werten von 2023. Ein Rückgang im Briefgeschäft und eine geringere Profitabilität in Südost- und Osteuropa stehen einer Ergebnisverbesserung in der Division Filiale & Bank gegenüber. Die bank99, die 2020 gegründet wurde, hat mit rund 300.000 Kund*innen in Österreich positiv zum Gesamtergebnis beigetragen.
Das Periodenergebnis für 2025 beträgt 134,0 Mio EUR, was einem Rückgang von 8,1 % entspricht. Der Vorschlag für die Hauptversammlung am 15. April 2026 sieht eine Dividende von 1,83 EUR je Aktie vor, was einer Dividendenrendite von 5,9 % zum Schlusskurs am 31. Dezember 2025 entspricht.
Ausblick auf 2026
Die Österreichische Post erwartet, dass die herausfordernden Basistrends der internationalen Brief- und Paketmärkte auch im Jahr 2026 anhalten werden. Für das laufende Jahr wird ein leichter Umsatzanstieg prognostiziert, während inflationsbedingte Kostensteigerungen weiterhin zu erwarten sind. Um das Ergebnisniveau abzusichern, werden umfassende Initiativen ergriffen. Die Post peilt eine weitgehend stabile Ergebnisentwicklung an, unterstützt durch die bank99 und die Umstellung auf die eigene Mobilfunkmarke YELLLOW.
Walter Oblin betonte die Bedeutung der Mitarbeiter*innen für die Qualität der Dienstleistungen: „Dass wir Top-Qualität bieten, verdanken wir vor allem unseren Mitarbeiter*innen, die Tag für Tag mit großer Leistungsbereitschaft und Professionalität arbeiten. Ihnen gilt unser besonderer Dank.“
Fakten auf einen Blick (Stand: März 2026)
- Umsatz 2025: 3.043,3 Mio EUR (–2,6 % vs. 2024 / +11,0 % vs. 2023).
- Ergebnis: EBITDA 413,3 Mio EUR (–2,2 %), EBIT 196,9 Mio EUR (–5,0 %), Periodenergebnis 134 Mio EUR (–8,1 %), Ergebnis je Aktie 1,96 EUR.
- Segmente: Brief & Werbepost 1.155,2 Mio EUR (–6,8 % / –3,0 %); Paket & Logistik 1.719,9 Mio EUR (+1,2 % bereinigt / +21,4 %); Filiale & Bank 183,8 Mio EUR (–8,8 % / +9,0 %).
- Cashflow/Bilanz: Operativer Free Cashflow 280,1 Mio EUR (+10,3 %), Eigenkapital 767,6 Mio EUR (+0,8 %).
- Dividende: Vorschlag 1,83 EUR je Aktie (Rendite 5,9 %).
- Marktumfeld: Rückgang Briefmengen, heterogene Paketmärkte, Inflation, Wechselkurseffekte; Paketmarktanteil 63 % in Österreich.
- Strategie/Transaktionen: Vorbereitung Mobilfunkmarke YELLLOW ab April 2026; zwei Akquisitionen im internationalen Paketgeschäft.
- Ausblick 2026: Leichter Umsatzanstieg, stabile Ergebnisentwicklung, schwächeres 1. und stärkeres 2. Halbjahr erwartet.





