
Veränderungen in der Logistik 2026
29.01.2026 um 15:51 Uhr
Alpega überarbeitet Transportausführungs-Plattform
30.01.2026 um 10:11 UhrDie Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Intralogistik nimmt zunehmend Fahrt auf. Auf der LogiMAT 2026, einer der bedeutendsten Fachmessen für Intralogistik, präsentieren internationale Aussteller innovative Lösungen, die auf KI-Methoden basieren. Diese Technologien zielen darauf ab, Prozesse zu optimieren und den Unternehmen einen umfassenden Mehrwert zu bieten.
Herausforderungen und Lösungen in der digitalen Transformation
Laut einer aktuellen Studie von IDC und SAS haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, die Vorteile von KI aufgrund unzureichender IT-Strukturen zu realisieren. Das Vertrauen in KI-Technologien sei oft gering, da Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen fehlen. Auf der LogiMAT 2026 werden verschiedene Ansätze vorgestellt, um diese Herausforderungen zu adressieren. Michael Ruchty, Messeleiter der LogiMAT, betont, dass Automatisierung und KI entscheidende Faktoren für den Erfolg in der Intralogistik sind. Die Aussteller zeigen, wie KI in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden kann, um Effizienz und Effektivität zu steigern.
Im Software-Bereich werden zahlreiche Neuentwicklungen präsentiert. So stellt der WMS-Anbieter Logistics Reply die Lösung „GaliLEA Dynamic Intelligence“ vor, die die Erstellung und den Einsatz von KI-Agenten erleichtert. Diese Agenten können Daten aus verschiedenen Quellen analysieren und operative Entscheidungen in Echtzeit unterstützen. Auch die Inform GmbH zeigt mit ihrem KI-basierten Forecast-Service „Demand AI“ eine cloudbasierte Lösung, die Prognosen für Produkte erstellt und sich nahtlos in bestehende Systeme integrieren lässt.
Optimierung innerbetrieblicher Transporte
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung innerbetrieblicher Transporte. Die Brabender Solutions GmbH präsentiert ein Transport Management System (TMS), das KI-gestützte Rückmeldungen und Dokumentenextraktion umfasst. Die Flexus AG hat mit „FlexGuide4“ KI und digitale Zwillinge in die Steuerung von Transportfahrzeugen integriert, um Prozesse effizienter zu gestalten. Die Pass Logistics Solutions AG zeigt eine cloudbasierte Tourenplanungssoftware, die Routen für Elektrofahrzeuge optimiert.
Im Bereich der Anlagen- und Fördertechnik wird die Robot-Picking-Lösung „eOperator“ von Element Logic vorgestellt, die vollautomatisierte Kommissionierung ermöglicht. Die advasolutions SE präsentiert eine adaptive End-to-End-Automatisierung, die verschiedene logistische Prozesse miteinander verknüpft. Die Knapp AG zeigt mit „Knapp Brain“ eine KI-Plattform, die alle Aspekte der Wertschöpfungskette integriert und in Echtzeit analysiert.
Niedrigschwelliger Einsatz von KI
KI-Anwendungen finden auch im AutoID-Segment Anwendung. Die Keyence Deutschland GmbH präsentiert einen stationären Codeleser, der auch unter schwierigen Bedingungen Codes erfassen kann. Imago Technologies demonstriert, wie KI in der Intralogistik niedrigschwellig eingesetzt werden kann, um Sollabweichungen frühzeitig zu erkennen.
Im Bereich der Flurförderzeuge und Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) zeigt Continua Systems die Analyseplattform „Automation Insights“, die Muster in Daten erkennt und potenzielle Ausfälle vorhersagt.
Ruchty fasst zusammen, dass KI in der Intralogistik kein unerreichbares Ziel ist, sondern eine Technologie, die auf verschiedenen Prozessebenen zur Optimierung der Materialflüsse beiträgt. Die diesjährige LogiMAT steht unter dem Motto „Passion for Details“, wobei die präzise Analyse von Daten und die Unterstützung effizienter Prozesse entscheidende Wettbewerbsvorteile bieten können.






