
LIP Invest erwirbt Logistikimmobilie in Thiendorf
29.01.2026 um 15:02 Uhr
Neue Lagerhalle von Kardex in Bellheim mit WMS von LIT
29.01.2026 um 15:34 UhrDaimler Truck CEO Karin Rådström hat am Dienstag in Berlin mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder über die Dekarbonisierung des Transportsektors gesprochen. Der Austausch verdeutlichte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Industrie und Politik, um Technologien und Infrastrukturen schnell und erfolgreich zu entwickeln und zu skalieren. Im Rahmen des Termins stellte das Unternehmen den neuen Mercedes-Benz NextGenH2 Truck vor, der mit Unterstützung von Fördergeldern des Bundesministeriums für Verkehr sowie der Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg entwickelt wurde.
Innovative Technologie für den Fernverkehr
Der Brennstoffzellen-Lkw nutzt Flüssigwasserstoff und erreicht Reichweiten von über 1.000 Kilometern bei voller Auslastung. Dies macht ihn besonders geeignet für den flexiblen und anspruchsvollen Fernverkehr. Ab Ende 2026 plant Daimler Truck, eine Kleinserie von 100 Fahrzeugen am Produktionsstandort Wörth am Rhein in Rheinland-Pfalz zu produzieren, die schrittweise in den Kundeneinsatz gehen sollen.
Daimler Truck hebt die Bedeutung der Nutzfahrzeugbranche für die Erreichung der Klimaziele hervor. Um den Markthochlauf grüner Antriebstechnologien zu fördern, sei ein koordiniertes regulatorisches Umfeld erforderlich, das die CO₂-Ziele mit dem Ausbau von Lade- und Wasserstoffinfrastrukturen verknüpft. Politische Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Unternehmen neue Fahrzeuge wirtschaftlich betreiben können, ähnlich wie konventionelle Modelle. Ein Beispiel hierfür ist die Verlängerung der Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw bis Mitte 2031 in Deutschland, die Unternehmen Planungssicherheit bietet und den Umstieg auf emissionsfreie Lkw attraktiv hält.
Strategische Chancen für Europa
In Bezug auf Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologien sieht Daimler Truck Deutschland und Europa an einem strategisch wichtigen Punkt. Eine bereits stark ausgebaute Brennstoffzellenindustrie mit zahlreichen kleinen und mittelständischen Zulieferern bildet die Grundlage für eine technologische Führungsrolle. Dies könnte die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten verringern und die europäische Wertschöpfung stärken. Im Bereich der Elektrolyse ist Europa ebenfalls mit bedeutenden Großprojekten gut positioniert, und mehrere große Wasserstoffunternehmen haben ihren Sitz in der Region.
Darüber hinaus zählt Deutschland im Zukunftsfeld der Verflüssigungstechnologie zu den maßgeblichen Standorten. Diese Entwicklungen bieten die Möglichkeit, entlang der gesamten Wertschöpfungskette neue Märkte zu erschließen, Arbeitsplätze zu schaffen und geopolitische Risiken zu reduzieren. Ein klarer politischer Rahmen ist jedoch notwendig, um Investitionen zu fördern und Planungs- sowie Marktsicherheit zu gewährleisten, damit der europäische Vorsprung erhalten bleibt.






