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23.01.2026 um 16:11 UhrDie im Arbeitskreis Alpentransit organisierten Transport- und Logistikverbände haben die Europäische Kommission aufgefordert, umgehend Verhandlungen mit Österreich und den angrenzenden Staaten aufzunehmen, um die Verkehrssituation am Brenner kurzfristig zu verbessern. Diese Forderung wurde im Rahmen eines Austauschs mit der Generaldirektion Mobilität und Verkehr (DG MOVE) der Europäischen Kommission formuliert, an dem auch Jens Gieseke, Mitglied des Europäischen Parlaments, teilnahm.
Verkehrsprobleme am Brenner im Fokus
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die anhaltenden Schwierigkeiten auf der Brennerroute, insbesondere die einspurige Verkehrsführung an der Luegbrücke. Diese Situation wird durch die Anti-Transitmaßnahmen Tirols weiter verschärft, was erhebliche Auswirkungen auf den Straßengüterverkehr und den europäischen Binnenmarkt hat. Der Arbeitskreis Alpentransit betonte die Notwendigkeit, trilaterale Verhandlungen einzuleiten, um kurzfristige Lösungen zu finden. Eine mögliche Maßnahme könnte die Flexibilisierung des Nachtfahrverbots sowie anderer Lkw-Fahrverbote für umweltfreundliche und leise Fahrzeuge sein, um den Verkehr zu entzerren.
Die aktuellen Herausforderungen im Brennertransit führen zu einem signifikanten Produktivitätsverlust für die betroffenen Transportunternehmen, der im Durchschnitt bei 30% liegt. An Tagen mit Blockabfertigung kann dieser Verlust sogar über 50% betragen. Angesichts dieser massiven Probleme und der ungewissen Dauer des laufenden Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) bezüglich der Klage Italiens gegen die Maßnahmen Tirols, fordert der Arbeitskreis Alpentransit eine zügige Verbesserung der Verkehrssituation durch Verhandlungen.
Die DG MOVE und Jens Gieseke haben dem Arbeitskreis Alpentransit ihre Unterstützung zugesichert, um die Transitprobleme in Tirol anzugehen. Der Arbeitskreis umfasst neben dem Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) auch die Straßentransportverbände AISÖ (Österreich), FNTR (Frankreich), ITD (Dänemark), NLA (Dänemark, Schweden, Norwegen), TLN (Niederlande) sowie den Weltverband IRU.




