
Roland Weil neuer Vice President bei WFS
23.01.2026 um 11:00 Uhr
Panattoni im Logistikimmobilienmarkt gut aufgestellt
23.01.2026 um 15:36 UhrDie Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat einen weiteren Schritt in Richtung automatisierte Containerabfertigung im Hamburger Hafen vollzogen. Am HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) stehen die ersten ferngesteuerten Containerbrücken kurz vor der Inbetriebnahme. Die vollständige Integration der ersten drei dieser Brücken in den Terminalbetrieb ist für Februar 2024 geplant. Bis zum Jahr 2030 sollen alle 14 Containerbrücken am CTA durch hochautomatisierte Modelle ersetzt werden. Die nächsten drei Brücken werden voraussichtlich im April 2026 geliefert.
Fortschritte und Ausblick
Über den aktuellen Stand des Projekts informierten Jeroen Eijsink, CEO der HHLA (Bild links), und Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard (rechts) bei einem Besuch am CTA. Eijsink betonte, dass die Investition in die neuen Brücken die Wettbewerbsfähigkeit der Anlagen stärken und die Grundlage für effiziente Prozesse schaffen werde. Er hob hervor, dass die technische Weiterentwicklung von umfassenden Qualifizierungsmaßnahmen begleitet wird, um sicherzustellen, dass die Beschäftigten die neuen Technologien erfolgreich in den Betrieb integrieren können.
Dr. Melanie Leonhard ergänzte, dass die Automatisierung eine wesentliche Voraussetzung sei, um Deutschlands größten Hafen zukunftssicher zu machen. Sie verwies auf die Notwendigkeit, die Infrastruktur modern zu gestalten und die Abläufe zeitgemäß zu halten. Die Automatisierung erhöhe die Effizienz und verändere gleichzeitig die Berufsbilder im Hafen. Daher sei kontinuierliche Aus- und Weiterbildung entscheidend, um die Beschäftigten auf die Veränderungen in der Arbeitswelt vorzubereiten.
Die neuen Containerbrücken, die im Dezember 2024 per Spezialschiff nach Hamburg geliefert wurden, erreichen eine Höhe von bis zu 120 m und haben eine Auslegerlänge von rund 146 m. Sie sind in der Lage, Schiffe mit bis zu 16.000 TEU abzufertigen. Automatisierte Abläufe beim Be- und Entladen sowie ein OCR-System zur digitalen Containererfassung sollen schnellere Prozesse und eine nahtlose Datenintegration ermöglichen. Die Steuerung der Brücken erfolgt vollständig aus der Ferne, wobei die bisherigen Brückenfahrerinnen und -fahrer gezielt weiterqualifiziert wurden, um ihre Aufgaben künftig als Fernsteuerer aus dem Bürogebäude zu übernehmen.
Ein zentrales Element des Projekts ist die Qualifizierung der Mitarbeitenden. Im Rahmen des Projekts DigiRemote2030 wird ein Simulator eingesetzt, um eine realitätsnahe Ausbildung zu gewährleisten. Rund 70 Containerbrückenfahrerinnen und -fahrer haben diese Ausbildung bereits erfolgreich abgeschlossen. Neben den Fernsteuerern werden auch die Einweiser, Aufsichten und Lascher an den Containerbrücken weiterqualifiziert, da sich die Abläufe durch die Automatisierung verändern.
Die HHLA treibt die Automatisierung auch an anderen Standorten voran. Am Container Terminal Burchardkai wurden bereits erste Großschiffe mithilfe von Automated Guided Vehicles (AGVs) abgefertigt. Bis Mitte des Jahres 2024 soll die Umstellung auf den automatisierten Containertransport an der Wasserseite dort vollständig umgesetzt sein.






